Günter Mohr

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Günter Mohr, 9.Dan Shotokan
Günter Mohr

Günter Mohr (* 14. Dezember 1950 in Crailsheim) ist ein deutscher Karateka und Träger des 9. Dan[1] im Shotokan-Karate. Von 1980 bis 2001 war Mohr Karate-Bundestrainer (Kumite) des Deutschen Karate Verbands.[2]

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit 16 Jahren begann Mohr in einer Stuttgarter Karateschule mit dem Karatetraining. Nach Abschluss der Fachhochschulreife studierte er in Konstanz Informatik. Der Karate- und Judoclub Ravensburg, der heute über 2.500 Mitglieder hat, wurde 1978 von Günter Mohr in Ravensburg gegründet und wurde kurz darauf Karate Landes- und Bundesleistungszentrum. Von 1980 bis ins Jahr 2001 war Günter Mohr Bundestrainer im Deutschen Karate Verband (DKV).[3] Günter Mohr hat die Shotokan-Karate-Akademie ins Leben gerufen. Dieses Seminar bietet individuelle Schulung in den Bereichen Kihon, Kumite und Kata. Seit Jahren ist Mohr Organisator und Trainer bei Karate-Events und Lehrgängen.

Sportliche Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mohr war Vize-Weltmeister im Jahr 1977.[4] Günter Mohr war 1975 und 1979 Deutscher Hochschulmeister. Von 1974 bis 1980 war er mehrfacher Deutscher Meister[5] und gehörte über viele Jahre zur Nationalmannschaft.[3]

Bei der Karate-Europameisterschaft 1972 in Brüssel[6] errang Mohr die Bronze-Medaille[3] im Mittelgewicht und gehörte 1977 zum Vize-Weltmeister-Team von Tokio.

Mohr war von 1980 bis 2001 Nationaltrainer der deutschen Karate-Nationalmannschaft. Mit ihm als Trainer feierte das deutsche Karate-Nationalteam Erfolge bei Europa-, Weltmeisterschaften und vielen Weltcups. Ein Höhepunkt war die Karate-WM 2000 in der Olympiahalle in München, die erfolgreichste in der Geschichte des deutschen Karate. Von 2010 bis 2018 war Günter Mohr als Landestrainer der Leistungsklasse im Karateverband Baden-Württemberg (KVBW) tätig.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. DKV ehrt fünf Karateka für ihr Lebenswerk, abgerufen am 8. Dezember 2017
  2. Christian Peter Oehmichen: Integration und Identitätsbildung im Karate-Dô: Kampfkunst als Mittel der Integration? Band 46 von Ethnologie (Lit (Firm)), LIT Verlag Münster 2012, ISBN 3-6431-1636-5, S. 18.
  3. a b c Judo war mir nicht rabiat genug reutlinger-wochenblatt.de
  4. Zum ersten Mal seit 23 Jahren wieder Vizeweltmeister karate-bayern.de
  5. Eine Legende kommt nach Ulm
  6. Chronik des deutschen Karate Verbandes. Archiviert vom Original am 17. Januar 2017; abgerufen am 27. Juli 2020.