Gaius Sallustius Crispus Passienus

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Gaius Sallustius Crispus Passienus war ein prominenter römischer Senator in der ersten Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr. Er stammte aus Visellium und war Sohn von Lucius Passienus Rufus (Konsul 4 v. Chr.) und der adoptierte Enkel und biologische Großgroßneffe des Historikers Sallust.

Er verfügte über Macht, Reichtum und Einfluss. So bekleidete er im Jahr 27 das Amt eines Suffektkonsuls, war 42/43 Prokonsul der Provinz Asia und im Jahr 44 zum zweiten Mal Konsul, diesmal als consul ordinarius gemeinsam mit Titus Statilius Taurus.

Seine erste Ehe schloss er im Jahr 33 mit Domitia, einer Großnichte des Kaisers Augustus. Auf Drängen des Kaisers Claudius hin ließ er sich Ende Februar/Anfang März des Jahres 41 von Domitia scheiden, um Agrippina die Jüngere zu heiraten. Diese hatte ihren ersten Gatten gerade aufgrund einer Krankheit verloren und war mit ihrem Sohn Lucius Domitius Ahenobarbus, dem späteren Kaiser Nero, aus dem Exil zurückgekehrt.

Passienus war ein Freund Senecas und ein bekannter Literat und Redner. Ein von ihm verfasstes, durch Tacitus überliefertes Epigramm lautet, es habe nie einen besseren Sklaven und einen schlechteren Herrn gegeben als Kaiser Tiberius.

Passienus starb etwa im Jahr 47 oder 48, möglicherweise aber schon zu einem früheren Zeitpunkt nach dem Jahr 44. Er wurde möglicherweise von seiner Frau Agrippina, der späteren Kaiserin und Mutter Neros vergiftet. Sueton, schreibt in seiner kurzen Biographie De Vita Passieni Crispi: „Er kam um durch eine Tücke Agrippinas, die er als Erbin eingesetzt hatte, und wurde in einem Staatsbegräbnis beigesetzt“.[1]

Literatur[Bearbeiten]

  • Michèle Ducos: Passienus (C. Sallustius Crispus). In: Richard Goulet (Hrsg.): Dictionnaire des philosophes antiques, Bd. 5, Teil 1, CNRS Éditions, Paris 2012, ISBN 978-2-271-07335-8, S. 177–179

Weblinks[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Periit per fraudem Agrippinae, quam heredem reliquerat, et funere publico elatus est.