Ganzmetallflugzeug

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Ganzmetallbauweise)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Die Junkers J 1 war das erste verspannungslose, selbsttragende und flugfähige Ganzmetallflugzeug.
Die Junkers J 7 war ein freitragender Tiefdecker des Flugzeugherstellers Junkers & Co. in Duraluminiumbauweise.
Eine North American P-51, ein Ganzmetallflugzeug des Zweiten Weltkriegs.

Ein Ganzmetallflugzeug ist ein Flugzeug, dessen Struktur aus Metall hergestellt ist sowie dessen Rumpf und Tragflächen mit Metall beplankt sind.

Die Außenhaut des Flugzeugs nimmt dabei Kräfte auf und leitet sie weiter, so dass ein Ganzmetallflugzeug nur eine leichte tragende Struktur braucht. Durch diese so genannte Halbschalenbauweise haben Ganzmetallflugzeuge trotz der Verwendung relativ schwerer Werkstoffe ein geringeres Gewicht als Flugzeuge in Holz- oder Gemischtbauweise.

Diese Bauweise wurde erstmals von Hugo Junkers mit dem Typ Junkers J 1 angewendet, der am 12. Dezember 1915 zum Jungfernflug startete. Junkers verwendete bei der J1 und der J2 noch Stahl als Außenhaut, ging aber aus Gewichtsgründen bei den Folgemodellen wie zum Beispiel der J7 zur Beplankung mit Leichtmetallen wie Duralumin über, die in der Folge im Metallflugzeugbau zum Regelfall wurde. Junkers baute noch während des Ersten Weltkriegs mehrere Ganzmetallflugzeuge, der Durchbruch gelang jedoch erst 1919 mit der Junkers J 13, dem ersten Ganzmetallflugzeug der zivilen Luftfahrt, das in der ganzen Welt Verbreitung fand und von dem bis 1932 320 Stück gebaut wurden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans von Lüneberg: Geschichte der Luftfahrt: Geschichte, Flugzeuge. Reinhard Welz Vermittler Verlag e.K., 2003, S. 103ff. ISBN 9783937081625
  • Manfred Knauer: Hundert Jahre Aluminiumindustrie in Deutschland (1886-1986): Die Geschichte einer dynamischen Branche, S. 113. Walter de Gruyter, 2014. ISBN 9783110351385