Garagentorhandsender

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3-Kanal-Sender für Garagentore
5-Kanal-Garagentorsender, geöffnet, sichtbar sind die Kontakte zur Programmierung der Tasten

Garagentor-Handsender werden zur Funkfernbedienung von Garagentoren eingesetzt. Sie ermöglichen es, aus der Entfernung mittels eines Funksignals einen Befehl auszusenden. Der Funkbefehl wird von einem Empfänger empfangen, der dann eine vorher festgelegte Aktion auslöst.

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt in Europa etwa 500 Handsendertypen zur Steuerung von Garagentoren. Viele Modelle sind untereinander nicht kompatibel. Neben Farbe, Form, Tasten und Batterie sind technische Unterschiede vorhanden in Betriebsfrequenz, Modulation und Codierung. Miteinander arbeiten können nur kompatible Funksysteme. Für Ersatzteil-Beschaffung oder Nachbestellung ist es deshalb erforderlich, das vorhandene Funksystem (Typ) des eigenen Garagentorantriebs genau zu bestimmen.

Betriebsfrequenz und Modulation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Steuerbefehl vom Handsender zum Funkempfänger wird per moduliertem Funksignal übertragen. Überwiegend werden in Deutschland folgende Frequenzen verwendet.

Frequenz (MHz) Modulation
26,975 AM
26,995 AM
27,015 AM
40,685 AM + FM
433,92 AM + FM
434,42 FM
868,3 AM + FM
868,865 FM

Unter den beiden verschiedenen Modulationsarten versteht man Folgendes:

AM = Amplituden-Modulation, d.h. der Handsender wird elektronisch im Rhythmus der Codierung ein- und ausgeschaltet. Die Höhe der Amplitude, also des Ausschlags wird verändert.
FM = Frequenz-Modulation, d.h. die Betriebsfrequenz des Handsenders wird elektronisch im Rhythmus der Codierung geringfügig verändert. Die Häufigkeit der Amplitude in einer bestimmten Zeiteinheit wird verändert.

Codierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Damit ein Handsender nur den zugehörigen Funkempfänger oder Geräte steuert, wird eine Codierung benötigt. Dadurch soll verhindert werden, dass fremde Garagentorhandsender einen Funkempfänger bedienen, ein unberechtigter Zugriff wird somit verhindert.

Folgende Codiersysteme sind verbreitet:

  • 12-Bit-Linear-Code, meist einstellbar über Codierschalter im Handsender
  • 18-Bit-Linear-Code, teilweise einstellbar über Codierschalter im Handsender oder ab Hersteller fest eingestellt.
  • Rollcode, Wechselcode, Keeloq, Somloq etc.; wechselnder oder rollierender Code, ohne Codierschalter im Handsender vom Hersteller fest programmiert.

Einlernen und Störungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Empfänger befindet sich normalerweise eine sogenannte „Lern-Taste“. Nach dem Drücken ist er bereit zum Einlernen des Handsenders. Meist zeigt eine LED die Lernbereitschaft an.[1]

Störungen entstehen, wenn die Reichweite zu gering oder die Strecke zwischen Sender und Empfänger nicht frei von Hindernissen ist. Wenn Störquellen, wie Computer, Babyphone, Funk-Kopfhörer etc. auf gleicher Frequenz senden, kann die Kommunikation unterbrochen sein.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Prozess des Einlernens: Video. Stand 30. November 2011.