Gemeinwesen

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Als Gemeinwesen werden in der allgemeinen Begriffsverwendung alle Organisationsformen des menschlichen Zusammenlebens bezeichnet, die über den Familienverband hinausgehen.[1] Der Begriff geht auf Marcus Tullius Cicero zurück, der das politische Gemeinwesen in De re publica definierte.[2] Laut Ferdinand Tönnies ist Gemeinwesen die „Bezeichnung für jenen Typus der (Volks-) Gemeinschaft, in dem sich auf der Grundlage einer Vielzahl von gegeneinander abgrenzbaren Bedürfnissen, Fähigkeiten, Kenntnissen, Arbeitsbereichen usw. ein soziales Gefüge herausgebildet hat, in dem aufgrund überkommener Sitte und gesetzten Rechts die Angehörigen der Volksgemeinschaft jeweils bestimmten Ämtern und Ständen mit vorgegebeben Rechten, Pflichten und Funktionen zugeordnet sind.“[3] Der Begriff ist auch im Zusammenhang mit Gemeinwesenarbeit verbreitet, bezeichnet dort aber nur eine „Gemeinde oder einen Teil davon“.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Homepage Bundesverband für Migration und Flüchtlinge, Glossar (aufgerufen am 25. August 2014)
  2. Marcus Llanque: Politische Ideengeschichte – ein Gewebe politischer Diskurse. Oldenbourg , München/Wien 2008, S. 70.
  3. a b Werner Fuchs-Heinritz u.a. (Hrsg.): Lexikon zur Soziologie, 5. Auflage, Springer, Wiesbaden 2011, S. 231.