Generalbezirk

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Ein Generalbezirk (auch Generalkommissariat genannt) stellte die mittlere Instanz der deutschen Zivilverwaltung im Reichskommissariat Ostland und Reichskommissariat Ukraine während des Zweiten Weltkriegs dar.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Generalbezirke lassen sich mit den preußischen Provinzen vergleichen, hatten aber einen größeren Gebietsumfang und eine größere Bevölkerungszahl. Geleitet wurden die Generalbezirke von Generalkommissaren, die in etwa gleichrangig waren mit den Oberpräsidenten oder Gauleitern im Reichsgebiet. Ihnen unterstanden administrativ die Gebietskommissare. Zur Zeit der größten Ausdehnung des deutschen Machtbereiches existierten zehn Generalbezirke. Im Reichskommissariat Ostland die Generalbezirke Estland, Lettland, Litauen und Weißruthenien sowie im Reichskommissariat Ukraine die Generalbezirke Dnjepropetrowsk, Kiew, Nikolajew, Shitomir, Krim (Teilbezirk Taurien) und Wolhynien-Podolien.

Die Generalkommissare verfügten in ihrem Bereich über gewisse legislative Vollmachten, leiteten jedoch „die Verwaltung nach den allgemeinen Weisungen des Reichsministers für die besetzten Ostgebiete und den Anordnungen des Reichskommissars“. In der Realität hatten auch sie einen beträchtlichen Spielraum bei der Behandlung ihrer Angelegenheiten. Jeder Generalbezirk setzte sich aus mehreren Gebieten zusammen,[1] die von Gebietskommissaren verwaltet wurden. Diese bildeten die nächst niedere deutsche Verwaltungsbehörde, unterhalb derer nur noch die Kreislandwirte Verfügungsmacht hatten. Größere Städte innerhalb eines Gebietes unterstanden eigenen Kommissaren, die unabhängig von den Gebietskommissaren waren.

Generalkommissare[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reichskommissariat Ostland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reichskommissariat Ukraine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hierin mag auch die Ursache dafür liegen, dass (nach Berichten noch lebender Zeitzeugen) in den deutsch verwalteten Gebieten der Ukraine als Oberinstanz dazu von Generalgebieten gesprochen wurde.