Geodatenmanagement

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Das Geodatenmanagement als eine Querschnittsaufgabe der Geodäsie vereinigt im Kern drei Kompetenzfelder.

Kompetenzfelder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser Abschnitt besteht hauptsächlich aus Listen, an deren Stelle besser Fließtext stehen sollte. Bitte hilf Wikipedia, das zu verbessern. Mehr zum Thema ist hier zu finden
Text nach "insbesondere:" sollte besser ausformuliert werden
  • Geoinformation, wie insbesondere Anwendungsbezogene Erfassung, Qualitätssicherung, Analyse und Präsentation räumlicher Sachverhalte auf Grundlage des geodätischen Raumbezugs nach Lage, Höhe und Schwere (Geokompetenz),
  • Informationstechnologie, wie insbesondere Daten- und Systemtechnik mit Konzeption und Implementierung technischer Lösungen mit serviceorientierter Architektur- und Systementwicklung sowie Modellierung, Kodierung und Automatisierung der Exploration von Daten auf Grundlage der Informations- und Kommunikationstechnik (IT-Kompetenz),
  • Management, wie insbesondere Strategieentwicklung, Strukturierung, Koordination und Steuerung von Prozessen in Kommunikation mit den (Projekt-)Beteiligten (Managementkompetenz).

Die drei Kompetenzfelder bilden den Kern der Definition, die im Interesse einer allgemeinen Verständlichkeit bewusst kurz gefasst wurde.

Definition[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Das Geodatenmanagement verbindet Kompetenzen aus den Bereichen Geoinformation, Informationstechnologie und Management in gesellschaftlicher Verantwortung. Neben der Sammlung, Datenhaltung, Auswertung von raumbezogenen Daten (Geodaten) sowie deren automatisierter Bereitstellung über Geodateninfrastrukturen, beispielsweise über standardisierte Dienste, Netzwerk- und Datenbankanwendungen, sind Schlüsselqualifikationen im Projektmanagement, in der Personalführung, im Vertrieb und Marketing sowie soziale Kompetenzen erforderlich.“

– Definition des DVW Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement e. V., erarbeitet durch den Arbeitskreis 2 Geoinformation und Geodatenmanagement.

Die Definition formuliert bewusst das Geodatenmanagement statt des Geoinformationsmanagements, auch wenn beide Begriffe umgangssprachlich häufig gleich verwendet werden. Geodaten sind der Kernbestandteil geodätischen Handelns. Erst durch Interpretationen werden maschinenlesbare Daten zu Informationen. Durch die Erfassung, Sammlung, Speicherung und Auswertung von raumbezogenen Daten und deren automatisierter Bereitstellung über Geodateninfrastrukturen entwickelt sich das Berufsbild des Geodatenmanagements im Zusammenspiel mit anderen Geodisziplinen gerade auch zur geodätischen Fachaufgabe.

Fachliche Kompetenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schaffung eines Ordnungsrahmens
  • Erhebung des Bedarfs an Geodaten, Bestandsanalyse und Datenbeschaffung
  • Datenaufbereitung, Administration, Führung und Aktualisierung
  • Anwendungsbezogene Exploration von Geodaten, Prozessintegration und Informationsmanagement
  • Konzeption neuer Datenprodukte
  • Entwicklung von Produktionsverfahren
  • Definition von Rahmenanforderungen, insbesondere für Marketing und Vertrieb
  • Aufbau und Betrieb einer für Geodaten geeigneten IT-Infrastruktur (GeoIT-Infrastruktur)
  • Konzeption und Entwicklung von Diensten und Applikationen
  • Qualitätsmanagement und Kontrolle
  • Schulung, Aus- und Weiterbildung

Methoden- und Sozialkompetenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Projektmanagement
  • Koordination
  • Moderation
  • Führung
  • Soziale Kompetenzen

Tätigkeitsprofile: Produktstrategie/Vertriebsmanagement/Produktmanagement (Daten-Dienste-Produkte-Prozesse), Daten(bank)broking, Fachverfahrensentwicklung (Datenintegrität, Datensicherheit), Dienstemanagement (u. a. WMS, WMTS, WFS, WCS, INSPIRE), Controlling, IT-Systemarchitektur (Hardware, Datenbanken, Netzwerke, Clouds), Applikationsentwicklung, Fachanwendung, Netzwerk/Koordination, Promotion, Aus- und Fortbildung.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]