Dschibouti-Rennmaus

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Dschibouti-Rennmaus
Systematik
Familie: Langschwanzmäuse (Muridae)
Unterfamilie: Rennmäuse (Gerbillinae)
Tribus: Gerbillini
Untertribus: Gerbillina
Gattung: Echte Rennmäuse (Gerbillus)
Art: Dschibouti-Rennmaus
Wissenschaftlicher Name
Gerbillus pulvinatus
Rhoads, 1896

Die Dschibouti-Rennmaus (Gerbillus pulvinatus, Syn.: Gerbillus bilensis Frick, 1914) ist eine Rennmausart aus der Gattung der Echten Rennmäuse (Gerbillus).

Merkmale und Taxonomie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dschibouti-Rennmaus ist eine mittelgroße echte Rennmaus mit behaarten Füßen.[1] Die Chromosomenzahl von Exemplaren vom unteren Omo Tal ist 2n = 62 und unterscheidet sich damit von der Chromosomenzahl von Gerbillus pyramidum (2n = 38–40), als deren Synonym Gerbillus pulvinatus betrachtet wurde. Allerdings beträgt die Chromosomenzahl von Gerbillus pyramidum floweri 2n = 50–66. Die Zahnreihenlänge von Gerbillus pulvinatus beträgt 4–5 mm, die des Holotypus von Gerbillus dunni 4,3 mm. Da weitere Informationen fehlen, wird Gerbillus pulvinatus von Yalden et al. provisorisch als gültige Art akzeptiert, Gerbillus dunni und Gerbillus bilensis jedoch weiter als Synonym betrachtet.[2]

Verbreitung und Lebensraum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dschibouti-Rennmaus ist in Dschibuti, im Südwesten Äthiopiens, im Nordwesten Kenias und möglicherweise im Südosten des Sudans verbreitet. Ihr Lebensraum sind trockene Habitate von Geröllebenen bis zu offenem Grasland.[3]

Gefährdung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Grund des großen Verbreitungsgebietes und der vermutlich großen Population gilt die Dschibouti-Rennmaus als nicht gefährdet.[3] Unter dem Synonym Gerbillus bilensis wurde die Art 1996 von der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) vom Aussterben bedroht eingestuft.[4]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Douglas M. Lay: Taxonomy of the genus Gerbillus (Rodentia: Gerbillinae) with comments on the applications of generic and subgeneric names and an annotated list of species. In: Zeitschrift für Säugetierkunde. Bd. 48, Nr. 6, 1983, ISSN 0044-3468, S. 329–354.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Holotyp von Gerbillus bilensis im Carnegie Museum of Natural History, Pittsburgh (Katalog-Nummer CM 3511)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bernard Hubert: Modern rodent fauna of the lower Omo Valley, Ethiopia. In: Bulletin of Carnegie Museum of Natural History. Nr. 6, 1978, ISSN 0145-9058 , S. 109–112, Online; (PDF; 336 kB).
  2. D. W. Yalden, M. J. Largeb, D. Kock, J. C. Hillman: Catalogue of the mammals of Ethiopia and Eritrea. 7. Revised checklist, zoogeography and conservation. In: Tropical Zoology. Bd. 9, Nr. 1, 1996, ISSN 0394-6975, S. 73–164, doi:10.1080/03946975.1996.10539304.
  3. a b Gerbillus pulvinatus in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2012.2. Eingestellt von: D. Schlitter, L. Granjon, 2008. Abgerufen am 16. Dezember 2012.
  4. 1996 Iucn List of Threatened Animals.