Gertrud Lodahl

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Gertrud Lodahl
Die weiblichen Abgeordneten der MSPD in der Weimarer Nationalversammlung am 1. Juni 1919. Gertrud Lodahl steht in der hinteren Reihe, 4. von rechts.

Gertrud Lodahl (* 28. Januar 1878 in Berlin; † 17. März 1930[1]) war eine deutsche Politikerin (SPD).

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gertrud Lodahl entstammte einer Berliner Arbeiterfamilie. Nach dem Besuch der Volksschule in Berlin arbeitete sie erst als Kindermädchen, später als Hilfsarbeiterin im Buchdruckgewerbe. Um 1895 trat Lodahl in die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) und in die Gewerkschaft ein, in der sie sich bis in die 1920er Jahre organisatorisch und rednerisch engagierte. 1895 wurde sie Vorstandsmitglied des Berliner Buchdruckereihilfsarbeiterverbandes. Als Redakteurin von Tageszeitungen und Zeitschriften der SPD, der Gewerkschaft und des Genossenschaftswesen verfasste Lodahl zudem eine Reihe von Artikeln.

Nach ihrer Heirat war Lodahl im Konsumgenossenschaftswesen als ehrenamtliches Aufsichtsratsmitglied tätig. Während des Ersten Weltkrieges betätigte sie sich in der Kriegshilfe, in der Preisprüfungsstelle und im Beirat des Kriegsernährungsamtes.

Im Februar 1919 rückte Lodahl im Nachrückverfahren in die Weimarer Nationalversammlungein, in der sie bis zum Zusammentritt des ersten regulären Reichstags der Weimarer Republik den Wahlkreis 8 (Posen) vertrat.[2] Danach lebte sie bis zu ihrem Tod in Berlin-Köpenick.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Martin Schumacher (Hrsg.): M.d.R. Die Reichstagsabgeordneten der Weimarer Republik in der Zeit des Nationalsozialismus. Politische Verfolgung, Emigration und Ausbürgerung, 1933–1945. Eine biographische Dokumentation. 3., erheblich erweiterte und überarbeitete Auflage. Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-5183-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sozialistische Monatshefte, 1930, S. 595.
  2. Karen Hagemann: Frauenalltag und Männerpolitik, 1990, S. 709.