Gervasius Schuler

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Gervasius Schuler (* um 1495 in Straßburg; † 1563 in Lenzburg) war ein Schweizer evangelischer Theologe und Reformator.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schuler war Straßburger Kind. In jungen Jahren begab er sich nach Zürich und wurde Ulrich Zwinglis Gehilfe. Nach 1524 ist er wieder in Straßburg. Der Rat weist ihn 1525 als Pfarrer in Bischweiler ein. Die Gemeinde hatte darum gebeten. In dieser Zeit veröffentlichte Schuler eine Auslegung des Vaterunsers. Im Bauernkrieg hatte er einen schweren Stand. Er zog sich nach Straßburg zurück.

An Alt St. Peter machten ihm nicht nur die Altgläubigen, sondern auch die Täufer zu schaffen. Gegen sie veröffentlichte er „Ein christlich Lied“. Die Kapitelherrn von Alt St. Peter erreichten jedoch seinen Abzug. Schuler ging nach Memmingen, wo er sich energisch für die Durchführung der Reformation einsetzte. Der Rat entsandte ihn häufig zu Verhandlungen. Als solcher nahm er 1530 am Reichstag zu Augsburg teil. Dort unterschrieb Memmingen die Confessio Augustana.

Sechs Jahre später hatte er in gleicher Eigenschaft die Reise nach Wittenberg zu unternehmen; dort unterschrieb er für seine Stadt die Wittenberger Konkordie. Durch das Augsburger Interim wurde er aus Memmingen verdrängt und hielt sich 1548 bis 1550 in Zürich auf. Seinen Lebensabend verbrachte er in Lenzburg.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • F. W. Culmann. Skizzen aus Gervasius Schuler's Leben. Stuttgart 1855.
  • A. Wrede. Reformation in Memmingen (Memminger Geschichtsblätter 7, 1921, 9-14)
  • J. Adam. Evangelisches KG der elsässischen Territorien. Straßburg 1928, 201.