Gesetzliche Rentenversicherung

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Gesetzliche Rentenversicherung ist die Bezeichnung für ein gesetzliches Alters- und/oder Hinterbliebenensicherungssystem, das zusätzlich oft auch zur Absicherung gesundheitlicher Risiken dient.

Die Rentenversicherung als Sozialversicherung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die gesetzliche Rentenversicherung ist eine Sozialversicherung, die sich – wie die anderen Zweige der Sozialversicherung auch – durch das Solidarprinzip und das Äquivalenzprinzip auszeichnet.

Die Leistungen in der gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland sind für den Einzelnen grundsätzlich äquivalent zu den gezahlten Beiträgen (Individualäquivalenz).[1][2] Ungleichbehandlungen von Versicherten ergeben sich durch die Änderungen von Beitragssatz und Rentenwert während des Versicherungsverlaufs. Solidarische Effekte entstehen durch die Einbeziehung von Leistungen, denen keine Beitragszahlungen gegenüberstehen, wie etwa die Anerkennung von Kindererziehungszeiten. Diese Leistungen werden ganz oder teilweise nicht durch Sozialversicherungsbeiträge, sondern durch Steuern gedeckt.

Dies kann in anderen Ländern anders geregelt sein.[3] Finanziert wird die gesetzliche Rentenversicherung entweder nach dem Umlage- (so in Deutschland) oder nach dem Kapitaldeckungsverfahren.

Länder mit gesetzlicher Rentenversicherung (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gesetzliche Rentenversicherungen bestehen heute in vielen Ländern (geordnet nach dem Jahr des Inkrafttretens)[4]:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Deutsche Rentenversicherung – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bertram Schulin, Gerhard Igl: Sozialrecht. 7. Aufl. 2002. Rn. 698.
  2. Franz Ruland: Gesetzliche Rentenversicherung. In: Bernd Baron von Maydell, Franz Ruland: Sozialrechtshandbuch (SRH). 4. Aufl. 2008. Kap. 17 Rn. 174 m.w.N.
  3. Florian Steinmüller: Vorbild Deutschland oder Vorbild für Deutschland? Die französische Rentenversicherung auf dem Weg zu einem neuen Politikmodell. Abgerufen im 15. April 2017.
  4. Manfred G. Schmidt: Der Wohlfahrtsstaat: Eine Einführung in den historischen und internationalen Vergleich, 2007, S. 125
  5. Dänemark - Lebensbedingungen - Soziale Sicherheit (Memento des Originals vom 25. September 2009 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.um.dk
  6. 1898 Old Age Pensions Act passes into law
  7. Welfare Law (Memento des Originals vom 3. Oktober 2009 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.aph.gov.au
  8. Old Age Pensions Act
  9. siehe auch den Artikel in der französischen Wikipedia
  10. Die Familienleistungen im luxemburgischen Rentensystem. (Memento des Originals vom 25. Juni 2010 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.csl.lu Chambre de Salariés, November 2009 (pdf, 24 Seiten).
  11. Die „große“ schwedische Rentenreform (PDF; 23 kB)
  12. Japan Fact Sheet: Social Security System@1@2Vorlage:Toter Link/web-jpn.org (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.