Giftinformationszentrum

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Giftzentrale

Ein Giftinformationszentrum bietet telefonische ärztliche Beratung für Laien und Angehörige der Heilberufe (Ärzte sowie Pflegekräfte in Praxis, Rettungsdienst, Notaufnahme und Intensivstationen der Krankenhäuser) bei Vergiftungen und Verdachtsfällen.

Je nach dem Land werden Giftinformationszentren unter unterschiedlichen Namen betrieben:

  • in Deutschland: Giftnotruf, Vergiftungsinformationszentrale oder Giftinformationszentrum,
  • in Österreich: VergiftungsInformationsZentrale,
  • in der Schweiz: Tox Info Suisse (Telefonnummer 145).

Die Giftinformationszentren sind rund um die Uhr besetzt. Ärzte verschiedener Fachrichtungen (z. B. Pharmakologie und Toxikologie, Innere Medizin, Kinderheilkunde, Intensivmedizin) schätzen aufgrund der toxikologischen Anamnese, der Befunde der klinischen Untersuchung des Patienten und ggf. aufgrund von Ergebnissen von Laboruntersuchungen das Vergiftungsrisiko der Vergifteten ein und geben spezielle diagnostische und therapeutische Empfehlungen, die auf die Besonderheiten des jeweiligen Falls zugeschnitten sind. Dazu gehören insbesondere:

In Deutschland sind die Aufgaben der Giftinformationszentren u. a. in §16e (3) „Mitteilungen für die Informations- und Behandlungszentren für Vergiftungen“, „Gesetz zum Schutz vor gefährlichen Stoffen“ (ChemG) gesetzlich geregelt.

Das Schweizerische Toxologische Informationszentrum wurde 1966 vom Apothekerverband gegründet und heißt seit Anfang 2015 Tox Info Suisse.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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