Goldbaumsteiger

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Goldbaumsteiger
Goldbaumsteiger (Dendrobates auratus)

Goldbaumsteiger (Dendrobates auratus)

Systematik
Klasse: Lurche (Amphibia)
Ordnung: Froschlurche (Anura)
Überfamilie: Ranoidea
Familie: Baumsteigerfrösche (Dendrobatidae)
Gattung: Baumsteiger (Dendrobates)
Art: Goldbaumsteiger
Wissenschaftlicher Name
Dendrobates auratus
(Girard, 1855)

Der Goldbaumsteiger (Dendrobates auratus) ist ein Froschlurch aus der Familie der Baumsteigerfrösche (Dendrobatidae).

Beschreibung[Bearbeiten]

Die attraktiv gefärbten Goldbaumsteiger sondern Gifte über ihre Haut ab, über die sie jedoch nur in freier Natur verfügen. Durch das Fressen giftiger Ameisen verwandeln sie die Gifte der Insekten in ein giftiges Sekret, das dann durch die Haut abgesondert wird. Der Frosch zeichnet sich wie viele seiner Verwandten durch eine sehr lebhafte Körperfärbung aus, die als Warntracht fungiert. Der Farbenreichtum geht von schwarz/grün, wobei es viele verschiedene Grüntöne und Abweichungen im Grün-/Schwarzanteil gibt (z. B. Costa Rica, Pazifikseite, mit überwiegendem Schwarzanteil und Karibikseite mit überwiegendem Grünanteil), golden/braun über blau/schwarz bis hin zu fast komplett gelben Tieren.

Vorkommen[Bearbeiten]

Verbreitungsgebiet nach IUCN

Die Art kommt im tropischen Lateinamerika vor, beispielsweise in Costa Rica, Panama und Kolumbien. Man findet sie in Höhenlagen bis zu 1000 m. Außerdem wurde sie in den frühen 1930er Jahren auf der Hawaii-Insel Oʻahu zur Mückenbekämpfung ausgewildert.

Die Größe der Bestände und deren Entwicklung sind zwar nur unzureichend bekannt, trotzdem wird der Goldbaumsteiger von der IUCN als ungefährdet angesehen.

Fortpflanzung[Bearbeiten]

Goldbaumsteiger

Goldbaumsteiger betreiben Brutpflege, indem das Männchen jeweils eine geschlüpfte Kaulquappe auf den Rücken nimmt und sie anschließend in wassergefüllten Blattachseln von Bromelien absetzt, die sich etwa zwei bis drei Meter über dem Erdboden befinden.

Zur Brutpflege gehört das Bewässern des Geleges sowie der Transport und das Absetzen der Quappen in Wasser. Aufgrund ihres Vorkommens in der Nähe von Bächen und Wasseransammlungen werden die Kaulquappen in kleine Wasseransammlungen transportiert. Hier dienen oft wassergefüllte Hohlräume z. B. in Ast-, Wurzelhöhlen oder Bromelientrichtern als Kinderstube. Das Männchen transportiert immer 1–3 Kaulquappen auf seinem Rücken. Diese sind kannibalisch.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Goldbaumsteiger – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien