Goplanen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Die Goplanen (lat. Glopeani) waren ein westslawischer Stamm im heutigen mittleren Polen Sie lebten wahrscheinlich im weiteren Umfeld des Goplosees (polnisch Gopło).

In schriftlichen Quellen werden sie nur ein einziges Mal erwähnt, nämlich im 1. Teil der Descriptio regionum et civitatum, also des Bayerischen Geographen. Dieser Teil stammt wahrscheinlich vom Ende des 9. Jahrhunderts.

Darin wird das Gebiet der Glopeani mit 400 Burgen benannt [1]. Weitere Informationen gibt der Text nicht her.

In der polnischen Forschung werden die Glopeani allgemein mit dem Goplosees in Verbindung gebracht, daher die Bezeichnung Goplanen.

In der Nähe des Goplosees liegen die Zentren des frühen polnischen Staates der Piasten wie Posen, Gniezno und auch Kruszwica.

Die weitere Entwicklung des Stammes der Glopeani ist auf Grund fehlender Informationen völlig unklar.

Die Stammesföderation der Goplanen ging wahrscheinlich spätestens im 10. Jahrhundert im Staat der Piasten und damit im späteren Volk der Polen auf.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zofia Kurnatowska, Początki Polski, Poznań 2002
  • Władysław Semkowicz,

Mały atlas historyczny, PPWK, Warszawa 1980, ISBN 83-7000-012-6, Karte 5 ,

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Text der Descriptio