Grünlandtemperatursumme

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Grünlandtemperatursumme (GTS) ist eine Spezialform der Wachstumsgradtage, die in der Agrometeorologie verwendet wird. Sie wird herangezogen, um in Mitteleuropa den Termin für das Einsetzen der Feldarbeit nach dem Winter zu bestimmen.

Eine Wärmesumme ist allgemein eine gewisse Lufttemperatur eines Tages über die Tage einer Periode aufsummiert. Dabei verwendet man besonders die kumulierte korrigierte GTS, die nach Monat gewichtet wird:
Es werden ab Jahresbeginn alle positiven Tagesmittel erfasst. Im Januar wird mit dem Faktor 0,5 multipliziert, im Februar mit dem Faktor 0,75, und ab März geht dann der „volle“ Tageswert (mal Faktor 1) in die Rechnung ein.

Wird im Frühjahr die Summe von 200 überschritten, ist der nachhaltige Vegetationsbeginn erreicht. Hintergrund ist die Stickstoffaufnahme und -verarbeitung des Bodens, welcher von dieser Temperatursumme abhängig ist. In mittleren Breiten wird das meist im Laufe des März, an der Wende von Vorfrühling zu Mittfrühling erreicht. Der Jahresgesamtwert liegt typischerweise um 1000.[1]

Nachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. so gibt metheo.ethz.ch für 2012 in Zürich-Wittikon: 605 (200 ca. 25.3.); groitzsch-wetter.de für Groitzsch, Sachsen: 2007 (heißes jahr): 1264,9 (200 am 1.3.), 2010 (kühles Jahr): 865,8 (200 am 29.3.)