Gustavusburg

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Restaurierte Ruine der Gustavusburg

Als Gustavusburg oder Gustav Adolf wird ein zum Dessau-Wörlitzer Gartenreich gehörendes Gebäude bezeichnet. Es befindet sich am Ortsausgang von Dessau-Waldersee in Richtung Wörlitz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau ließ die Gustavusburg zwischen 1784 und 1786 errichten. Genutzt wurde das Gebäude zunächst als Wohnhaus und zur Einlagerung von Gerätschaften zur Instandhaltung der benachbarten Hochwasserwälle. Im Jahr 1792 schenkte er das Haus dem schwedischen Hauptmann Baron von Greifenheim. Die gebräuchliche Bezeichnung Schwedenhaus ist auf ein vergoldeten Relief an der Hauptfassade zurückzuführen, welches den Schwedenkönig Gustav Adolph darstellt. Seit 1863 wurde das Gebäude als Gastwirtschaft betrieben, nach dem Nutzungsende im Jahr 1969 verfiel es allerdings. Eine erste Sicherung der Ruine erfolgte nach 1990. Mittels finanzieller Unterstützung durch das Land Sachsen-Anhalt konnte die Kulturstiftung DessauWörlitz das Grundstück im Dezember 2005 aus Privatbesitz erwerben sowie anschließend die vorhandene Bausubstanz instand setzen und den Risalit mit dem Relief wiedererrichten.[1]

Das Gebäude ist als Baudenkmal eingetragen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schwedenhaus (Dessau-Waldersee) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Schwedenhaus in Dessau-​Waldersee – Sicherung und Teilrestaurierung. Kulturstiftung DessauWörlitz, 3. Juli 2006, abgerufen am 31. Dezember 2014.

Koordinaten: 51° 50′ 37″ N, 12° 18′ 9″ O