Büscheliges Gipskraut

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Büscheliges Gipskraut
20140803Gypsophila fastigiata1.jpg

Büscheliges Gipskraut (Gypsophila fastigiata)

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Nelkengewächse (Caryophyllaceae)
Gattung: Gipskräuter (Gypsophila)
Art: Büscheliges Gipskraut
Wissenschaftlicher Name
Gypsophila fastigiata
L.

Das Büschelige Gipskraut (Gypsophila fastigiata), auch Ebensträußiges Gipskraut genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae).

Sand-Gipskraut (Gypsophila fastigiata subsp. arenaria)

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Büschelige Gipskraut ist ein sommergrüner, rosettenloser Chamaephyt, der Wuchshöhen von 20 bis 50 Zentimeter erreicht. Die Pflanze bildet eine Pleiokorm-Wurzel aus. Am Grund sind nichtblühende Triebe vorhanden. Die Blätter sind 1 bis 5 Millimeter breit und einnervig. Die Blüten sind dicht in schirmförmige Thyrsen ans den Zweigenden angeordnet. Die Blütenstandsachsen sind drüsenhaarig. Die Kronblätter sind weiß oder rosa und 1,5-mal so lang wie der Kelch.

Die Blütezeit reicht von Juni bis September. Die Blüten sind vormännlich und werden durch Insekten bestäubt. Die Samen werden durch den Wind oder Stoß- bzw. Schüttelausbreitung verbreitet.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 34.[1]

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland kommt das Büschelige Gipskraut zerstreut in Nord-Thüringen und Ost-Brandenburg sowie selten in Ost-Rheinland-Pfalz in Rheinhessen, in Nordost-Sachsen, in Südwest-Sachsen-Anhalt und West-Brandenburg vor. In Österreich kommt das Büschelige Gipskraut nur im Marchfeld (Niederösterreich) vor. Weitere Verbreitung: Tschechische Republik, Slowakei, Ungarn, Osteuropa.

Die kalkholde Art wächst hier in kontinentalen Gipsfelsfluren und -trockenrasen, in reicheren Sandtrockenrasen und in lichten Kiefernwäldern. Sie kommt in Mitteleuropa hauptsächlich in Gesellschaften des Verbands Koelerion glaucae vor, aber auch in denen des Verbands Seslerio-Festucion, Cytiso-Pinion oder Festucion valesiacae.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eckehart J. Jäger, Klaus Werner (Hrsg.): Exkursionsflora von Deutschland. Begründet von Werner Rothmaler. 10., bearbeitete Auflage. Band 4: Gefäßpflanzen: Kritischer Band. Elsevier, Spektrum Akademischer Verlag, München/Heidelberg 2005, ISBN 3-8274-1496-2.
  • Manfred A. Fischer, Karl Oswald, Wolfgang Adler: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 3. verbesserte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2008, ISBN 978-3-85474-187-9.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3131-5. Seite 366.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]