Gipskräuter

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Gipskräuter
Kriechendes Gipskraut (Gypsophila repens)

Kriechendes Gipskraut (Gypsophila repens)

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Nelkengewächse (Caryophyllaceae)
Unterfamilie: Caryophylloideae
Gattung: Gipskräuter
Wissenschaftlicher Name
Gypsophila
L.

Die Gipskräuter (Gypsophila) sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae). Der Trivialname „Gipskraut“ rührt daher, dass Arten der Gattung auch auf Gipsgestein wachsen.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Illustration des Rispigen Gipskraut (Gypsophila paniculata)
Blütendetails des Acker-Gipskraut (Gypsophila muralis)

Vegetative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Gipskraut-Arten handelt es sich um einjährige oder ausdauernde krautige Pflanzen, seltener auch Halbsträucher. Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind oft fleischig, bläulich grün und linealisch bis lanzettlich.

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Generative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die endständigen Blütenstände weisen meist die Form von sogenannten Dichasien auf.

Die meist zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Als Mitglieder der Unterfamilie der Caryophylloideae sind ihre Kelchblätter miteinander verwachsen. Der Kelch ist durch trockenhäutige und grüne Längsstreifen streifig. Die fünf meist weißen, oft aber auch ein wenig rötlichen Kronblätter sind an ihrer Basis mehr oder weniger gleichmäßig in den Nagel verschmälert und an der Spitze abgerundet oder ausgerandet.

Polster-Gipskraut (Gypsophila aretioides)
Himalaja-Schleierkraut (Gypsophila cerastioides)
Büscheliges Gipskraut (Gypsophila fastigiata)
Acker-Gipskraut (Gypsophila muralis)
Rispiges Gipskraut (Gypsophila paniculata)
Kriechendes Gipskraut (Gypsophila repens

)

Blütenstand von Gypsophila struthium

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gattung Gypsophila wurde 1753 durch Carl von Linné aufgestellt. Typusart ist Kriechendes GipskrautGypsophila repens L.

Das Hauptverbreitungsgebiet der Gypsophila-Arten liegt im östlichen Mittelmeerraum vor. Einige Arten findet man aber auch in den gemäßigten Gebieten Eurasiens. Einige Arten sind in Nord- und Südamerika sowie nach Australien Neophyten.

Es gibt über 100 Gypsophila-Arten (Auswahl):[1][2]

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Hybriden sind beispielsweise:

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwei Gipskraut-Arten (Gypsophila paniculata und Gypsophila elegans) verwendet man als Zierpflanzen[8] für Steingärten.

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Die unterirdischen Pflanzenteile verschiedener Gipskraut-Arten enthalten reichlich Saponine, die früher als Feinwaschmittel, speziell für Wolle, verwendet wurden.

Das Schleierkraut (Gypsophila paniculata) wurde medizinisch verwendet (Auszüge sind auswurffördernd und harntreibend).

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rudolf Schubert, Klaus Werner, Hermann Meusel (Hrsg.): Exkursionsflora für die Gebiete der DDR und der BRD. Begründet von Werner Rothmaler. 14. Auflage. Band 2: Gefäßpflanzen. Volk und Wissen, Berlin 1988, ISBN 3-06-012539-2.
  • Werner Rauh: Flora von Deutschland und seinen angrenzenden Gebieten. Begründet von Otto Schmeil, Jost Fitschen. 84. Auflage. Quelle & Meyer, Heidelberg 1968.
  • James S. Pringle: Gypsophila. In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 5: Magnoliophyta: Caryophyllidae, part 2. Oxford University Press, New York/Oxford u. a. 2005, ISBN 0-19-522211-3, S. 153 (englisch, online [abgerufen am 15. Oktober 2017]).
  • Lu Dequan, Nicholas J. Turland: Gypsophila. In: Wu Zhengyi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 6: Caryophyllaceae through Lardizabalaceae. Science Press/Missouri Botanical Garden Press, Beijing/St. Louis 2001, ISBN 1-930723-05-9, S. 108 (englisch, PDF-Datei [abgerufen am 15. Oktober 2017] online).

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j k Caryophyllaceae im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am 18. Januar 2014.
  2. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae af ag ah ai aj ak Karol Marhold: Caryophyllaceae: Gypsophila. In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Berlin 2011.
  3. a b c d e f g h i j k l m n Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Enzyklopädie der Pflanzennamen. Band 2. Arten und Sorten. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7, S. 1447.
  4. Ali Kandemir, Shahina A. Ghazanfar: Gypsophila afghanica (Caryophyllaceae), a new species from Afghanistan. In: Kew Bulletin. Band 67, Nr. 4, 2012, S. 849–851, DOI:10.1007/s12225-012-9408-y.
  5. a b c d e f g h i Shahina Ghazanfar, Yasin J. Nasir: Flora of Pakistan, 175: Caryophyllaceae. Department of Botany, University of Karachi, Karachi 1986, Gypsophila S. 89–99 (online).
  6. Murat Koç: Gypsophila torulensis (Caryophyllaceae), a New Species from Turkey. In: Annales Botanici Fennici. Band 50, Nr. 3, 2013, S. 149–150, DOI:10.5735/085.050.0304 (PDF-Datei).
  7. Ümit Budak: Gypsophila yusufeliensis (Caryophyllaceae), a New Species from Turkey. In: Annales Botanici Fennici. Band 49, Nr. 5–6, 2012, S. 425–427, DOI:10.5735/085.049.0620 (PDF-Datei).
  8. Gordon Cheers (Hrsg.): Botanica. Das ABC der Pflanzen. 10.000 Arten in Text und Bild. Könemann, Köln 2003, ISBN 3-8331-1600-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gipskräuter (Gypsophila) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien