HMS Otus (S18)

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HMS Otus
Schiffsdaten
Flagge Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich
Schiffstyp U-Boot
Klasse Oberon-Klasse
Bauwerft Scotts, Greenock
Baunummer 688
Stapellauf 17. Oktober 1962
Indienststellung 5. Oktober 1963
Verbleib Museumsschiff
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
90,7 m (Lüa)
Breite 8,1 m
Tiefgang max. 4,5 m
Verdrängung aufgetaucht: 2030 t
getaucht: 2.410 t
 
Besatzung 68 Mann
Maschinenanlage
Maschine Dieselelektrisch
2 Diesel
Maschinen-
leistung
3.680 PS (2.707 kW)
Einsatzdaten U-Boot
Tauchtiefe, max. 300 m
Höchst-
geschwindigkeit
getaucht
12,5 kn (23 km/h)
Höchst-
geschwindigkeit
aufgetaucht
17,5 kn (32 km/h)
Bewaffnung
  • 8 × Torpedorohr ∅ 53,3 cm (6 Bug, 2 Heck, 21 Schuss)

HMS Otus ist ein U-Boot der Oberon-Klasse der britischen Royal Navy.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das U-Boot wurde 1963 in den Dienst der Royal Navy gestellt und versah dort seinen Dienst im Ersten U-Boot-Geschwader.

Die ersten Missionen der HMS Otus umfassten groß angelegte Raketenversuchsübungen im Atlantischen Ozean und Besuche in den Vereinigten Staaten und in Halifax (Kanada). 1977 nahm sie an der „Silver Jubilee“-Flottenparade in Spithead teil.[1]

Im Juli 1987 nahm sie mit U-Boot-Fahrern aus Großbritannien und anderen Staaten an Erprobungen zu Notausstiegen im Bjørnafjord in der Nähe von Bergen (Norwegen) teil. Diese Tests begannen bei einer Tiefe von 30 Metern. Bei einer Tiefe von 90 Metern begannen die ersten Personen, das U-Boot zu verlassen. Am Ende der Versuche erreichten zwei U-Boot-Fahrer eine Tiefe von 183 Metern zum Aussteigen. Damit wurde ein neuer Weltrekord aufgestellt, der bis heute nicht gebrochen wurde. Die beiden Rekordbrecher waren der Kommandant der U-Boot-Fluchttrainingseinrichtung der HMS Dolphin in Gosport, der andere ein Unteroffiziersausbilder derselben Einrichtung. Beide erlitten keine bleibenden Schäden und kehrten in den normalen Dienst zurück. Sie erhielten für diese Tat in den folgenden Jahren militärische Auszeichnungen der Royal Navy.

Die HMS Otus war unter anderem während des Falklandkrieges 1982 und des Golfkrieges 1991 im Rahmen der Operation Granby im Persischen Golf im Einsatz.

Nach 28 Dienstjahren wurde die Otus 1991 außer Dienst gestellt. Später wurde das Boot von einem deutschen Unternehmer gekauft. Nach der Überführung nach Deutschland wurde es in der Volkswerft Stralsund außenbords überholt und bekam einen neuen Anstrich in Originalfarbe. Seitdem ist die Otus als U-Boot-Museum „Erlebniswelt U-Boot“ im Sassnitzer Stadthafen zu besichtigen.

Die HMS Otus im Sassnitzer Hafen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: HMS Otus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Official Souvenir Programme, 1977. Silver Jubilee Fleet Review, HMSO

Koordinaten: 54° 30′ 43″ N, 13° 38′ 31″ O