Haisterkirch

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Haisterkirch
Ehemaliges Gemeindewappen von Haisterkirch
Koordinaten: 47° 55′ 14″ N, 9° 47′ 54″ O
Höhe: 636 m ü. NHN
Fläche: 21,13 km²
Einwohner: 1519 (31. Dez. 2009)
Bevölkerungsdichte: 72 Einwohner/km²
Postleitzahl: 88339
Vorwahl: 07524

Haisterkirch ist ein Stadtteil von Bad Waldsee mit einer Fläche von 2113 ha und 1519 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2009).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Erwähnung in einer Urkunde war in einer karolingischen Urkunde von 23. Oktober 825, wo von dem Ort Haistilingauwe die Rede ist, in dieser vermachten die Söhne des Bussengraf Bertold (II) ihren Besitz der Abtei St. Gallen.

Weitere Erwähnungen von Haisterkich stammen aus dem 10. Jahrhundert unter Heistinkirchen, Heistinikirche, im Jahr 1275 wurde dann der Name Haisterskilch erwähnt. 1331 kam der Ort mit der Herrschaft von Waldsee an Österreich, bis er 1386 an die Truchsessen von Waldburg verpfändet wurde. Unter die württembergische Hoheit kam Haisterkirch mit dem Oberamt Bad Waldsee im Jahre 1806, alsbald wurde dann 1820 die Gemeinde Haisterkirch gebildet, welche 1820 an den Landkreis Ravensburg angebunden wurde.[1][2]

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Haisterkirch gehören die Wohnplätze Kurzes, Bäuerle, Heustöckle, Ehrensberg (Eingemeindung 1977), Hittelkofen, Hittisweiler, Osterhofen und der St. Magnus Hof.[3]

Öffentliche Einrichtungen[4][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abt Hermann Vogler Schule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Grundschule in Haisterkirch besteht aus 4 Klassen und wurde nach Abt Hermann Vogler (1680–1749) benannt.

Kindergarten St. Margret[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kindergarten St. Margret befindet sich im Körnerweg 10 (zwischen Turnhalle und Tennisheim).

Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gottvater-Kapelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die im 15. Jahrhundert erbaute Haisterkircher Gottvater-Kapelle (Spitzkapelle), welche ursprünglich an der ehemaligen Straße von Bad Waldsee nach Osterhofen an der Abzweigung nach Haisterkirch lag.[5]

Im Inneren der Rundkapelle befindet sich Platz für 2–3 Personen.

Ehemaliges Kloster[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das ehemalige Kloster, gegenüber der Kirche, in welchem Schule und Ortsverwaltung befinden, wurde 1736 als Sommersitz der prämonstratensischen Reichsabtei zu Rot an der Rot erbaut.[6]

Sankt Johannes Baptist Pfarr- und Wallfahrtskirche Haisterkirch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 926 wurde die ursprüngliche Kirche durch den Ungareneinfall zerstört.

Ca. 1000 wurde auf demselben Platz die Kirche Basilica Popularis (Leutekirche) erbaut und um 1350/1400 wurde eine weitere Glocke im 10 m hohen Glockenturm aufgehängt, während die 4. Glocke erst 1463 angeschafft wurde.

Der Name St. Johann Baptist wurde erstmals 1323 erwähnt.

Die 5. Glocke wurde 1995 im Zuge der Renovierung des Glockenturmes angebracht.[7][8][9]

St. Wendelinus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wendelinus-Kapelle befindet sich kurz nach dem Ortsausgang an der Kreisstraße Richtung Hittisweiler.

Wallfahrtskapelle St. Sebastian[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Erwähnung einer Kapelle ist um 1500; 1741 nach einem Feuer wurde sie neu aufgebaut. 1884 wurde die Kapelle erneut aufgebaut und nur acht Jahre später wurde die heutige Kapelle (die vierte Kapelle an diesem Ort) im Jahr 1892 erbaut, weil die alte für die vielen Pilger zu klein wurde.

Vom Ortskern führt ein Stationenweg den Haisterkircher Rücken bis zur Kapelle hinuf, welche sich auf dem höchsten Punkt von Haisterkirch und somit auch der Stadt Bad Waldsee befindet.

Die Kapelle wurde nach dem Heiligen St. Sebastian benannt, welcher zu den vierzehn Nothelfern gehört.[10][11]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 20. Januar, Pilgerung zur Wallfahrtskapelle St. Sebastian[12]
  • Im Fasching findet Jährlich die Kinderfasnet von der Elterninitiative in der Turnhalle stat.
  • Seit 2017 ist der Start und Zielpunkt des MTB Rennens der Sektion Bad Waldsee des Deutschen Alpenverein welches erstmal 2017 stattfand an der Turn und Festhalle Haisterkirch.[13]
  • Die Rollerfreunde veranstalten Jährlich ein Rollertreffen, in Haisterkirch, hervorgegangen ist das Treffen aus dem Motorradtreffen Osterhofen. 2015 Feierte das Rollertreffen sein 15. Jubiläum.[14]
  • Am Wochenende vor dem 1. Advent finden Im Klosterhof die Lichtmomente statt

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Haisterkirch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Haisterkirch - Altgemeinde~Teilort - Detailseite - LEO-BW. Abgerufen am 11. Juni 2019.
  2. Markus Lorinser: Ortsgeschichte - Haisterkirch. Abgerufen am 12. Juni 2019 (deutsch).
  3. [1]
  4. Haisterkirch. Abgerufen am 11. Juni 2019.
  5. Markus Lorinser: Gottvater-Kapelle / Spitzenkapelle. Abgerufen am 12. Juni 2019 (deutsch).
  6. Grundschule Haisterkirch. Abgerufen am 11. Juni 2019.
  7. Markus Lorinser: Tabellarische Kirchengeschichte der Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Johannes Baptist / Haisterkirch. Abgerufen am 11. Juni 2019 (deutsch).
  8. Haisterkirch - Altgemeinde~Teilort - Detailseite - LEO-BW. Abgerufen am 11. Juni 2019.
  9. Markus Lorinser: Die Baugeschichte der Pfarr- und Wallfahrtskirche Haisterkirch. Abgerufen am 12. Juni 2019 (deutsch).
  10. Markus Lorinser: Wallfahrtskapelle St. Sebastian. Abgerufen am 11. Juni 2019 (deutsch).
  11. Markus Lorinser: Die Baugeschichte der Pfarr- und Wallfahrtskirche Haisterkirch. Abgerufen am 12. Juni 2019 (deutsch).
  12. Markus Lorinser: Wallfahrtskapelle St. Sebastian. Abgerufen am 11. Juni 2019 (deutsch).
  13. MTB – Rennen 2019 – DAV Sektion Bad Waldsee. Abgerufen am 12. Juni 2019 (deutsch).
  14. Oliver Hofmann: Rollertreffen der Vespa-Freunde Osterhofen. Abgerufen am 12. Juni 2019 (deutsch).