Halbtrocken

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Halbtrocken ist eine Geschmacksangabe zur restlich verbliebenen Süße bei Wein und Sekt beziehungsweise Champagner.

In Deutschland ist der Begriff „halbtrocken“ gesetzlich eindeutig definiert. Es gibt keine regionalen Unterschiede, aber einen großen Unterschied zwischen Wein und Sekt:

Ein Wein ist halbtrocken, wenn der Restzuckergehalt den für trockene Weine zulässigen Wert überschreitet, maximal 18 g/l beträgt und der Säuregehalt höchstens um 10 g/l niedriger ist als der Restzuckergehalt.

Die Geschmacksangaben sind in der Verordnung (EG) Nr. 753/2002 der Europäischen Union festgelegt.[1] Für halbtrockene Weine lässt die EU-Vorschrift dabei zwei Möglichkeiten offen:

  1. maximal 12 g/l Restzucker oder
  2. maximal 18 g/l Restzucker, wenn der Mitgliedsstaat als zusätzliches analytisches Kriterium den Mindestgehalt an Gesamtsäure festlegt.

Deutschland hat also von der zweiten Möglichkeit Gebrauch gemacht.[2]

Ein Sekt ist halbtrocken, wenn der Restzuckergehalt 33–50 g/l beträgt. Diese Definition ist EU-einheitlich in der Verordnung (EG) Nr. 1493/1999 festgelegt.[2] Je nach sonstigen geschmacklichen Eigenschaften eines Weines oder Sektes wird eine Restsüße sensorisch sehr unterschiedlich als „halbtrocken“ empfunden: ein sehr charaktervoller, auch mit viel Spritzigkeit empfundener, säurebetonter Wein darf, um in dieser Bandbreite empfunden zu werden, mehr Zucker haben als im Vergleich ein nichtssagender, wenig Charakter aufweisender, einfach nur restsüßer Wein, dessen Eigenschaften schnell als „pappig“ süß verrufen werden.

Restsüße für einen halbtrockenen Wein entsteht auf mehrerlei Weise:

  • ein Wein mit sehr hohem Zuckergehalt des Mostes (→ Mostgewicht) gärt nicht völlig durch, bleibt z. B. bei 12 Volumenprozent Alkohol stehen (die Hefen stellen ihre Verstoffwechselung von Zucker auf Alkohol plus Kohlensäure ein),
  • ein Wein wird vor dem Durchgären in seiner Gärung abgestoppt (hierzu gibt es mehrere Methoden),
  • Zugabe von Süßreserve zum vergorenen Wein,
  • bei Sekt und Champagner wird die Restsüße zu den trockenen Grundweinen per Dosage eingestellt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Verordnung (EG) Nr. 753/2002
  2. a b Verordnung (EG) Nr. 1493/99