Hamaland-Museum

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Hof Früchting, Teil der westfälischen Hofanlage des Hamaland-Museums in Vreden

Hamaland-Museum war der Name eines Kreismuseums in Vreden im Münsterland, das seit 2017 Teil des kult Westmünsterland ist. Der Name bezieht sich auf das Hamaland, einen alten Gau bei Vreden.

Der Sammlungsbestand umfasst mehr als 10.000 Exponate und geht auf die Tätigkeit des Heimatvereins Vreden zurück. Die Wiedereröffnung des Hamaland-Museums erfolgte – nach umfassenden Neu- und Umbauarbeiten – am 13. Juli 2017 unter dem neuen Namen kult Westmünsterland.[1] Die historische westmünsterländische Hofanlage im Stadtpark in Vreden („Bauernhaus-Museum“) gehört ergänzend zum kult. Aufgrund der Überarbeitung des Nutzungs- und Vermittlungskonzepts ist diese Anlage bis auf Weiteres nur auf Anfrage zugänglich und steht für museumspädagogische Angebote zur Verfügung.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 52° 2′ 5″ N, 6° 49′ 21″ O

Karte: Deutschland
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Hamaland-Museum
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Deutschland

Das Hamaland-Museum wurde ursprünglich vom 1926 gegründeten Heimat- und Altertumsverein der Vredener Lande aufgebaut. Nachdem zunächst lediglich eine so genannte „Heimatstube“ bestand, erfolgte im Jahr 1938 die Eröffnung des Museums in den historischen Räumen des „Gasthaus zum hl. Geist“. Dieser Gebäudekomplex ist bis heute im Museum integriert. Ausgehend von früheren Gasthaus wurden die Räumlichkeiten mehrfach erweitert und um das Bauernhaus-Museum ergänzt. In den 1970er Jahren wurde Hamaland-Museum zum Kreismuseum des Kreises Borken. Es befindet sich seither in gemeinsamer Trägerschaft von Kreis Borken, Stadt Vreden und Heimatverein Vreden. Die Ausstellungsgegenstände sind zu größeren Teilen Dauerleihgaben der Pfarrgemeinde St. Georg sowie des Heimatvereins Vreden.

Das Museum zeigt in verschiedenen Dauerausstellungen Exponate zur Arbeits-, Natur- und Kirchengeschichte des Vredener Raums und des Kreises Borken. Zudem widmen sich Wechselausstellungen unterschiedlichen historischen Themen.

Hofanlage („Bauernhaus-Museum“)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heuerlingshaus aus Südlohn im Bauernhaus-Museum, Vredener Baudenkmal 29-2

Zum Museum gehört auch das ca. 300 Meter entfernt gelegene Bauernhaus-Museum, offiziell als „historische westmünsterländische Hofanlage“ bezeichnet. Hierbei handelt es sich um ein Ensemble von ca. zehn historischen Gebäuden, die aus der näheren Umgebung in den an der Berkel gelegenen Vredener Stadtpark transloziert wurden. Hauptgebäude der historischen westmünsterländischen Hofanlage sind der historische Hof Früchting, ein Kötterhaus sowie eine funktionstüchtige Wassermühle, die aus dem nahegelegenen Stadtgraben gespeist wird.

Derzeit umfasst das Bauernhaus-Museum die folgenden Gebäude:

  • Haupthaus
  • Kötterhaus
  • Wassermühle
  • Speicher
  • Pfeilerscheune
  • Backhaus
  • Backspeicher
  • Schafstall
  • Schirmschoppe
  • Ziegenstall (noch im Aufbau)

Von außen ist das Gebäudeensemble frei zugänglich, die Innenräume können auf Anfrage im Rahmen von Führungen (Organisation und Betreuung über das kult) besichtigt werden.

kult Westmünsterland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baustelle des kult in Vreden, vom Butenwall aus gesehen

Im Rahmen der Regionale 2016 verfolgte der Kreis Borken gemeinsam mit der Stadt Vreden die Projektidee „Kulturhistorisches Zentrum Westmünsterland“. Unter einem Dach werden bisher nebeneinander geführte Einrichtungen – das Hamaland-Museum, das Landeskundliche Institut Westmünsterland, die historischen Teile des Kreisarchivs und des Vredener Stadtarchivs sowie die Abteilung Kultur- und Heimatpflege des Kreises Borken – zusammengeführt.

Das Projekt ist mit umfangreichen Bau- und Modernisierungsmaßnahmen verbunden, die mit dem Spatenstich im Januar 2015 begannen und voraussichtlich Ende 2017 vollständig abgeschlossen sein sollen. Das Richtfest fand am 9. Februar 2016 statt.[2] Das neue Zentrum trägt den Namen kult Westmünsterland (kult für Kultur und lebendige Tradition) und soll sich als Marke in den Belangen Kultur- und Bildungsstandort neu aufstellen.

Im Dezember 2016 fand eine symbolische Eröffnung statt.[3] Seit dem 15. Juli 2017 ist das kult mit der neuen Dauerausstellung zum Thema "Grenze" für die Öffentlichkeit an den Tagen Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr zugänglich.[4] Für den Rundgang durch die Ausstellung können Führungen gebucht werden – ebenso zur Darstellung und Erläuterung der Gebäudearchitektur. Zudem erweitern ein Audioguide sowie weitere Führungsformate das Angebot von Bildung und Vermittlung.

Aktuell (Stand: Sommer 2017) werden die Restarbeiten zur Ertüchtigung der Bestandsgebäude ausgeführt, so dass das gesamte Haus mit den zusätzlichen Bereichen Forschen, Lernen und Präsenzbibliothek voraussichtlich zum Jahresbeginn 2018 den Nutzern in vollständigem Umfang zur Verfügung stehen wird.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. kult – Kultur und lebendige Tradition Westmünsterland, abgerufen am 10. Dezember 2016.
  2. Richtfest des künftigen kulturhistorischen Zentrums „kult“ in Vreden, Vreden.de; abgerufen am 10. Februar 2016.
  3. Präsentation gibt Vorgeschmack: Das kult - voll fett; Muensterlandzeitung.de, abgerufen am 18. Dezember 2016.
  4. Videoshow erweckt das kult zum Leben; Vreden.de, abgerufen am 23. Juni 2017.