Hamilton de Holanda

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Hamilton de Holanda (2014)

Hamilton de Holanda (* 30. März 1976 in Rio de Janeiro) ist ein brasilianischer Mandolinenspieler und Komponist, der sich mit Wurzeln im Choro dem zeitgenössischen Jazz annähert.[1]

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

De Holanda wuchs in Brasília auf, wo er als Sohn eines Musikers mit fünf Jahren mit dem Mandolinenspiel begann. Mit sechs Jahren trat er das erste Mal öffentlich auf. Mit seinem Bruder Fernando César gründete er die Gruppe Dois de Ouro, die bis zum Jahr 2000 drei Alben vorlegte. Dann leitete er ein eigenes Quintett, mit dem er mehrere Alben vorlegte. Im Laufe seiner Karriere trat er als Solist und Studiomusiker mit Musikern wie Hermeto Pascoal, Rosa Passos, Yamandu Costa, Richard Galliano oder Stefano Bollani auf. Mittlerweile spielt er eine Mandoline mit zehn statt acht Saiten, was ihm erlaubt, polyphon zu spielen und neben der Melodie auch den Groove zu liefern. So kann er auch Soloprogramme spielen. Daneben leitet er auch ein Jazztrio und spielt in einer perkussiven Dance-Band.[2]

Er lehrte an der Raphael Rabello Choro-Akademie.[3]

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

De Holanda erhielt 1995 den Preis als bester Interpret beim Zweiten Choro Festival von Rio de Janeiro, wo sein Choro Destroçando a Macaxeira als Komposition den zweiten Platz erreichte. 1998 war er beim Prêmio Visa de MPB Instrumental unter den Finalisten. Mehrere seiner Alben wurden 2008, 2010 und 2012 für den Latin Grammy nominiert. 2015 wurde ihm der Prêmio da Música Brasileira in der Kategorie „bestes Instrumental-Album und bester Instrumental-Solist“ zuerkannt.[4]

Diskographie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Luz das cordas (2000), mit Marco Pereira
  • Samba de Aviao (2006), mit Richard Galliano[5]
  • Brasilianos (2006), Hamilton de Holanda Quinteto[6]
  • New Words / Novas palavras (2006), mit Mike Marshall[7]
  • Íntimo (2007)
  • Contínua Amizade (2007), mit André Mehmari
  • De Bandolim a Bandolim (2009), mit Joel Nascimento
  • Luz da Aurora (2009), mit Yamandu Costa[8]
  • Brasilianos 2 (2010), Hamilton de Holanda Quinteto
  • Esperança (2010)
  • Brasilianos 3 (2011), Hamilton de Holanda Quinteto
  • O Que Será (2013), mit Stefano Bollani (ECM)
  • Bandolim (MPS)[9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hamilton de Holanda – Dados Artísticos – Dicionário Cravo Albin da Música Popular Brasileira. Dicionariompb.com.br. Abgerufen am 25. Dezember 2014.
  2. Wolf Kampmann Hamilton de Hollanda: Heute, Morgen, Übermorgen Jazzthing 109 (2015):84
  3. Músicos do Brasil | Uma Enciclopédia. Musicosdobrasil.com.br. Archiviert vom Original am 6. Oktober 2014. Abgerufen am 25. Dezember 2014.
  4. Veja os vencedores do 26º Prêmio da Música Brasileira. Grupo Globo. 11. Juni 2015. Abgerufen am 27. Juni 2015.
  5. Rebeca Mauleón: Jazz Albums: Samba do Aviao. Jazztimes.com. Abgerufen am 25. Dezember 2014.
  6. Jazz Monthly Reviews – hamilton de holanda quintet. Jazzmonthly.com. Archiviert vom Original am 6. Oktober 2014. Abgerufen am 25. Dezember 2014.
  7. Mike Joyce: Jazz Reviews: New Words (Novas Palavras)Mike Marshall & Hamilton de Holanda. Jazztimes.com. Abgerufen am 25. Dezember 2014.
  8. Scott Albin: Jazz Reviews: Live!Yamandu Costa & Hamilton de Holanda. Jazztimes.com. Abgerufen am 25. Dezember 2014.
  9. Kompilation aus den Alben Pelo Brasil, Trio, Brasilianos 2 und Brasilianos 3