Hans Scheib

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Hans Scheib, 2012

Hans Scheib (* 10. Juni 1949 in Potsdam) ist ein Bildhauer und Grafiker.

Leben[Bearbeiten]

Nach einer Lehre als Schriftsetzer, absolvierte Hans Scheib von 1971 bis 1976 seine akademische Ausbildung an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden. 1976 dann erfolgte der Umzug nach Berlin-Prenzlauer Berg und sodann auch seine freiberufliche Tätigkeit als Künstler. Seit 1985 ist er freiberuflich vor allem als Bildhauer mit Sitz in Berlin-Charlottenburg tätig. Im Jahr 2001 wurde Scheib zum Mitglied der Freien Akademie der Künste in Hamburg ernannt.

Werk[Bearbeiten]

Büste Cécile Vogt
Büste Oskar Vogt

Hans Scheib gehört zu den prägenden deutschen Holzbildhauern der Gegenwart, in seiner Arbeit verweigert er sich konsequent allen modischen Strömungen und Ismen, ihm geht es um seine ganz persönliche Botschaft. Über eine Vielzahl an Ausstellungen im In- und Ausland, über diverse Auszeichnungen hat sein Werk offizielle Wertschätzung erfahren. Es gründet sich auf die Tradition einer expressiven Formensprache, die zum einen in der bewussten Reflexion der farbigen Holzskulptur der Brücke-Expressionisten wurzelt und zum anderen mit der Tradition der gotischen Holzbildhauerei Zwiesprache hält. Fern der Ästhetik des schönen Scheins entspricht dieses Werk einer grundsätzlichen Auseinandersetzung um Inhalte, die auch auf zeitgeschichtliche und aktuelle Herausforderungen reagieren.

Ausstellungen[Bearbeiten]

  • 1978 Einzelausstellung in der Galerie Mitte, Berlin
  • 1986/87 Einzelausstellungen im Haus am Waldsee, Berlin; Mannheim; Wilhelmshaven; Amsterdam
  • 1987 Einzelausstellung in der Galerie Niepel, Düsseldorf
  • 1988 Einzelausstellungen in der Galerie Poll, Berlin; Kunstverein, Mannheim
  • 1989 Einzelausstellungen in der Galerie Poll, Berlin; Goethe-Institut, Paris; Galerie Niepel, Düsseldorf
  • 1990 Einzelausstellungen im Kunstförderverein Weinheim; Galerie am Friedrichsplatz, Mannheim
  • 1991 Einzelausstellungen im Gerhard-Marcks-Haus, Bremen; Gedächtnisort Museum, Delmenhorst; Kunstverein Weissensee, Berlin
  • 1992 Einzelausstellungen in der Galerie Poll, Berlin; Kunstverein, Grünzen
  • 1993 Einzelausstellung in der Galerie Mutter Fourage, Berlin-Wannsee
  • 1993/94 Einzelausstellungen im Kloster Unsere Lieben Frauen, Magdeburg; Kunstamt Wedding, Berlin; Galerie Rose, Hamburg
  • 1994 Einzelausstellung in der Galerie Brockstedt, Hamburg
  • 1995 Einzelausstellung in der Galerie Poll, Berlin; Carré Sainte Anne, Montpelliere; Galerie Kasten, Mannheim
  • 1997 Einzelausstellung in der Galerie Kasten, Mannheim
  • 1998 Einzelausstellungen im Stadtmuseum Goehre, Jena; Schleswig Holstein Haus, Schwerin
  • 1999 Einzelausstellung im Märkischen Museum, Witten
  • 2000 Einzelausstellung im Forum Box, Helsinki (Finnland)
  • 2001 Einzelausstellungen in der Kunsthalle Darmstadt; Galerie TSM, Tbilisi (Georgien); Galerie Kasten, Mannheim; Galerie Hofmann + Kyrath, Berlin; Galerie Bauscher, Potsdam; Deutsche Forschungsgemeinschaft Bonn, Bad Godesberg
  • 2002 Ausstellung „Sommergärten“ mit Christiane Latendorf, Kurt Wanski und Peppe d'Angelo; Galerie Hofmann & Kyrath, Berlin
  • 2003 Einzelausstellung in der Album Galerie am Savignyplatz, Berlin
  • 2004 Einzelausstellungen in der Galerie im Turm, Berlin; Galerie Kasten, Mannheim
  • 2005 Einzelausstellungen im Stadtmuseum Bautzen; Galerie Brockstedt/Berlin; Galerie Mutter Fourage, Berlin
  • 2006 Einzelausstellung, Albergo San Lorenzo, Mostre d'arte, Poppi (Italien)
  • 2007 Einzelausstellungen in der TU Berlin - Mathematische Fachbibliothek; Comptoir-Kunstmagazin, Städtische Galerie Sonneberg; Galerie Kasten, Mannheim; KunstRaum Bernusstr., Frankfurt/M.; Hippos, Max-Delbrück-Centrum, Berlin-Buch, "Reigen-Bronzen und Holzskulpturen", Galerie CP Wiesbaden
  • 2008 Einzelausstellungen in der Galerie Brockstedt, Berlin; Dom der Frz. Gemeinde, Berlin; Galerie Kunstgiesserei Flierl, KunstRaum Bernusstr., Frankfurt/M.; Galerie Beyer, Dresden;
  • 2009 Galerie Kasten, Mannheim;
  • 2010 Einzelausstellungen in der Galerie Holbein 4, Hannover; Galerie arsprototo, Erlangen
  • 2012 Neue Skulpturen, Galerie Cerny + Partner, Wiesbaden
  • 2014 „Am Anfang war das Spiel“, Themenschau, Künstlerverein Walkmühle e.V., Wiesbaden

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1995 Kunstförderpreis der Akademie der Künste, Berlin; 1. Preis beim Wettbewerb „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“" zusammen mit Hela Rolfs, Christine Jackob-Marks und Reinhard Stangl
  • 2001 Mitglied der Freien Akademie der Künste, Hamburg
  • 2004 Studienaufenthalt in der Villa Romana, Florenz (Italien) und Werkstatt in Tbilisi (Georgien)
  • 2005 Bautzener Kunstpreis; 2. Int. Biennale, Beijing (China)
  • 2006 Pirosmanis Tisch, Tbilisi (Georgien)
  • 2007 Visiting Artist, Oberlin College, Oberlin, Ohio (USA)
  • 2014 Egmont-Schaefer-Preis

Messebeteiligungen[Bearbeiten]

  • Messe Art Cologne, Köln
  • armory show, New York (USA)
  • art Karlsruhe, Karlsruhe, Galerie Cerny + Partner
  • Contemporary, Istanbul (Türkei)
  • artfair, Köln, Galerie Cerny + Partner

Werkankäufe[Bearbeiten]

Skulpturen von Hans Scheib befinden sich in Privatbesitz und wurden angekauft durch:

  • Deutsches Historisches Museum, Berlin
  • Museum Junge Kunst, Frankfurt (Oder)
  • Albertinum, Dresden
  • Grassimuseum, Leipzig
  • Berlinische Galerie, Berlin
  • Mannheimer Kunsthalle, Mannheim
  • Märkisches Museum Witten
  • Museum Ludwig, Aachen
  • Nationalgalerie Berlin
  • Deutsches Historisches Museum, Berlin
  • National Museum of china, Peking/Bejing
  • Sammlung Deutscher Bundestag, Berlin
  • Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Bonn
  • Sammlung Hurrle, Durbach

Schriften[Bearbeiten]

  • Hans Scheib – Kalte Nadel. Radierungen 1977–2004. DruckVerlag Kettler, 2008, ISBN 978-3-939825-96-8.
  • Mit Wolfgang Zemte (Hrsg.): Hans Scheib – Figur. Edition Rothes Haus, 1999, ISBN 3-933495-02-4.
  • Hans Scheib - Bronzen. Edition Rothes Haus, Schwetzingen 1999, ISBN 3-933495-03-2.
  • Mimesis, Hans Scheib, Bronzen WVZ 1986-2012, Hrsg. Galerie Cerny + Partner Wiesbaden, Kerber Verlag Bielefeld, 2013
  • Spiel, Symbol und Fest, Holzskulpturen 1977-2013, Hrsg. Museum für aktuelle Kunst, Sammlung Hurrle Durbach

Literatur[Bearbeiten]

  • Bautzener Kunstverein (Hrsg.): Hans Scheib – Bautzener Kunstpreis. 2005.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hans Scheib – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien