Hans Schulze (Künstler)

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Hans Karl Rudolf Schulze (* 30. März 1904 in Dittersbach, Niederschlesien; † 7. September 1982 in Leipzig) war ein deutscher Maler, Grafiker, Kunstpädagoge sowie Hochschullehrer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hans Schulze studierte von 1923 bis 1929 Kunstpädagogik an der Staatlichen Akademie für Kunst und Kunstgewerbe Breslau. Seine Anstellung als Dozent für Kunstpädagogik erfolgte 1948 an der Pädagogischen Fakultät der Technischen Hochschule Dresden. Er wurde 1950 an das Institut für praktische Pädagogik der Universität Leipzig berufen. Ein Jahr später wurde er zum Fachrichtungsleiter für das Fach Kunsterziehung ernannt und begann mit dem Aufbau der Abteilung Kunsterziehung. 1952 gründete er das Institut für Kunsterziehung (heute Institut für Kunstpädagogik Leipzig) und promovierte 1955 zum Dr. phil. in Kunstpädagogik. Nach seiner Emeritierung 1969 setzte er seine Lehrtätigkeit an der Universität Leipzig bis 1982 fort.[1][2][3]

Im mitteldeutschen Raum war Hans Schulze ein bedeutender Künstler. Sein Werk ist Ausdruck von geistiger Unabhängigkeit und verschloss sich dem Diktat der zeitgenössischen Kunstströmungen. Seine eigenständige Position in der Auseinandersetzung mit existentiellen Fragen kommt in einer mythologischen Formensprache zum Ausdruck.[4]

Schulze beeinflusste besonders in Leipzig Kunstpädagogen, Künstler und Kunsthistoriker.

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Metamorphose und Mythos. Hans Schulze – ein deutsches Malerschicksal im 20. Jahrhundert. Winckelmann-Museum Stendal. 22. Mai bis 26. Juni 2005. Zur Ausstellung erschien ein Katalog (Hrsg. Michael Wenzel)
  • Hans Schulze (1904–1982). Künstler und Lehrer. Ausstellung der Kustodie der Universität Leipzig zum fünfzigjährigen Jubiläum des Institutes für Kunstpädagogik der Universität Leipzig. Ausstellungszentrum im Krochhochhaus. Leipzig. 27. September bis 23. November 2002. Zur Ausstellung erschien ein Katalog (Hrsg.: Kunstsammlung Karl-Marx-Universität Leipzig; Red.: Rainer Behrends)
  • Hans Schulze (1904–1982). Werke der letzten Jahre – Malerei, Zeichnung, Grafik. Gedächtnisausstellung zum 80. Geburtstag. Galerie im Hörsaalbau der Karl-Marx-Universität Leipzig. 3. bis 29. Februar 1984. Zur Ausstellung erschien ein Katalog (Red.: Hans Schulze, Karl-Max Kober, Angelika Wilhelm)
  • Hans Schulze. Gemälde, Zeichnungen, Druckgraphik. Museum der bildenden Künste Leipzig. 2. März bis 13. Mai 1979. Zur Ausstellung erschien ein Katalog
  • Hans Schulze. art Kapella Schkeuditz zeigt unbekannte Bilder vom Künstler. Ausstellung 2010

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Prof. Dr. phil. habil. Hans Karl Rudolf Schulze. In: Professorenkatalog der Universität Leipzig.
  2. Steffen Wachter: Das Institut für Kunstpädagogik ist 50! In: Journal der Universität Leipzig. Heft 4, Leipzig 2002
  3. Christa-Maria Dreißiger (Zusammenstellung): Nachlass des Malers, Graphikers und Kunstwissenschaftlers Prof. Dr. phil. habil. Hans Schulze. Sächsische Landesbibliothek, Staats- und Universitätsbibliothek Dresden. Mscr. Dresd. App. 2493. Dresden 1988. Inhaltsverzeichnis
  4. Hans Schulze (1904–1982). Künstler und Lehrer. 27. September bis 23. November 2002. Ausstellung zum fünfzigjährigen Jubiläum des Institutes für Kunstpädagogik der Universität Leipzig.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]