Hans Urian oder Die Geschichte einer Weltreise

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Hans Urian oder Die Geschichte einer Weltreise ist ein 1929 erschienener Roman der deutschen Kinderbuchautorin und Märchenerzählerin Lisa Tetzner (1894–1963).

Inhalt[Bearbeiten]

Hans ist ein neunjähriger Junge, der mit Mutter und Geschwistern in einer Bretterhütte vor der Stadt wohnt. Nachdem sein Vater bei einem Arbeitsunfall ums Leben kommt und die Mutter erkrankt, macht sich Hans auf, um Brot zu besorgen. Der Bäcker erklärt ihm, ohne Bezahlung könne er vom Bauern kein Korn kaufen. Hans trifft auf den sprechenden Hasen Trillewipp, der mit Hilfe seiner abnehmbaren Ohren fliegen kann. Die beiden machen sich auf die Suche nach dem Bauern, der das Getreide besitzt. Von ihm erfährt Hans, dass in Amerika viele satt geworden sind. Hans setzt sich auf den Rücken Trillewipps, um dorthin zu fliegen, doch sie landen zuerst in Grönland, wo sie den Waisenjungen Kagsagsuk kennenlernen und auf die Reise mitnehmen. In New York treffen sie Bill, der die Reise mit ihnen fortsetzt. Auf ihrem weiteren Weg kommen sie nach Afrika, China und Russland. Überall treffen sie auf Ausbeutung und Elend, nur in der UdSSR werden sie menschlich behandelt. Kagsagsuk bleibt dort, Bill wird von seinem Vater abgeholt, und Hans macht sich mit Trillewipp auf den Weg zurück nach Hause.

Rezeptionsgeschichte[Bearbeiten]

Das Buch stand auf der Liste der verbrannten Bücher 1933. Lisa Tetzner emigrierte 1933 in die Schweiz.

Dramatisierung[Bearbeiten]

Der Roman wurde von Béla Balázs unter dem Titel Hans Urian geht nach Brot dramatisiert.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Brauneck, Manfred (Hg.): Autorenlexikon deutschsprachiger Literatur des 20. Jahrhunderts. 1984. S. 582.