Hansjörg Wagner

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Hansjörg Wagner (* 3. August 1930 in Berlin; † 14. Mai 2013 in München) war ein deutscher Bildhauer, Maler und Zeichner.[1]

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Klaus Störtebeker-Denkmal in der Hamburger Speicherstadt

Als junger Maler eignete sich Hansjörg Wagner sein zeichnerisches Handwerk autodidaktisch an. In der Bildhauerei wurde er von Fritz Behn in den Jahren 1951 bis 1958 in dessen Münchner Atelier ausgebildet. Daneben förderten ihn Arthur Rümann und Ernst Buchner. Seit 1953 fanden Ankäufe renommierter Museen und Sammler statt, unter anderem von der Städtischen Galerie im Lenbachhaus (1953–1955), der Pinakothek, München (1966) oder Georg Schäfer.[2][3]

Das Œuvre Wagners lässt sich schwer gliedern, weil die Grundelemente periodisch wiederkehren. Die Hauptexponate seines Schaffens lassen sich dennoch einzelnen Lebensabschnitten zuordnen. Aus jedem Jahrzehnt gibt es Werke mit ähnlichen Themen. Das Selbstporträt im Atelier, das Pferd im Garten und die Nonnen entstanden beispielsweise nach einer langen, überwundenen Krankheit und in der Zeit eines Neubeginns. In dieselbe Zeit fallen auch die Illustrationen zu Fjodor Dostojewskis Schuld und Sühne und Lew Tolstois Volkserzählungen. Radierzyklen und Illustrationen zu Charles Dickens und Hans Christian Andersen entstanden in den darauf folgenden Jahren.

Wagner richtete 1976 ein weiteres Atelier in Italien ein, um in Stein und Bronze zu arbeiten. Es entstanden in jedem Jahr Großplastiken, etwa der Tiger (Privatbesitz), das „Störtebeker-Denkmal“ (Hamburg), die „Elch-Gruppe“, der „Eisbären-Brunnen“ (Zoologischer Garten Berlin), der „Gorilla“ (Privatbesitz), die „Trauernde“ (Privatbesitz), der „Bulle“ (Schwandorf), das „William Lindley-Denkmal“ (Hamburg), die „Pfauen“ (Privatbesitz), der „Moritatensänger“, die „Zitronenjette“ (Hamburg), die „Sportler-Gruppe“ (Ismaning) und die „Kodiakbären-Gruppe“ (Privatbesitz).

Wagner war Ehrenmitglied der Accademia internazionale delle Muse in Florenz und Mitglied der National Sculpture Society in New York.

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Hansjörg Wagner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Porträt von Hansjörg Wagner in: Die Welt
  2. Julia Weber: "Ein kleiner Eisbär als Skulptur, das wäre toll". Print WAMS (Welt), 27. Mai 2007, abgerufen am 10. Dezember 2020.
  3. Hans Jörg Wagner 1930 Berlin - 2013 München. In: antikbayreuth.de. Abgerufen am 10. Dezember 2020.