Hanskalbsand

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Hanskalbsand
Hanskalbsand und Nachbarinseln (Blick elbabwärts nach Westen)
Hanskalbsand und Nachbarinseln (Blick elbabwärts nach Westen)
Gewässer Unterelbe
Geographische Lage 53° 34′ N, 9° 40′ OKoordinaten: 53° 34′ N, 9° 40′ O
Hanskalbsand (Niedersachsen)
Hanskalbsand
Einwohner (unbewohnt)
Hanskalbsand und Umgebung im Jahre 1914 (Auszug aus Seekarte Nr. 250 des Reichsmarineamtes)
Hanskalbsand und Umgebung im Jahre 1914 (Auszug aus Seekarte Nr. 250 des Reichsmarineamtes)
Luftbild

Der Hanskalbsand ist eine unbewohnte Insel in der Unterelbe zwischen Schulau und Neuenschleuse. Der Hanskalbsand gehört zu Niedersachsen und grenzt im Osten an das Naturschutzgebiet Neßsand.

Der Hanskalbsand ist – wie die gesamte Unterelbe – als Fauna-Flora-Habitat angemeldet[1] und genießt daher gemäß § 34 Bundesnaturschutzgesetz bis zur Entscheidung darüber bereits fast denselben Schutz. Eine Ausweisung als Naturschutzgebiet ist geplant.[1]

Das Anlanden und Betreten ist erlaubt, infolge der vorgelagerten Wattflächen und Schilfgürtel aber nicht einfach. Lediglich auf der Nordseite finden sich einige Strände, deren Breite angesichts eines Tidenhubs von drei Metern[2] vom jeweiligen Wasserstand der Elbe abhängt.

Das Innere der Insel ist infolge dichten Bewuchses praktisch unzugänglich, es gibt nur wenige Wege.

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis etwa 1959 war der Hanskalbsand seit Jahrhunderten hinsichtlich Größe (rund 700 Meter Länge) und Lage im Wesentlichen unverändert.[3] Er bildete das westliche Ende der unter dem Namen Schweinesand zusammengefassten Marschinseln und Untiefen, die sich bis Blankenese erstreckten.

Erste Aufspülungen erfolgten Anfang der 1960er Jahre.[4] Bei der Elbvertiefung 1970 wurde der Hanskalbsand aus dem Aushub auf fast zwei Kilometer Länge vergrößert und bis zur Höhe von etwa 3,50 m über NN aufgespült. Seine dem Flutstrom ausgesetzte Westspitze wurde verbreitert und durch Verstärkung einer bereits seit 1924 vorhandenen Steinschüttung[5] befestigt.

Über einen 3,3 Kilometer langen und 50–180 Meter breiten Spüldamm wurde er mit dem elbaufwärts gelegenen Neßsand und dem Schweinesand verbunden.[6] Die entstandene Insel erhielt dadurch die Funktion eines Leitwerkes.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Beschreibung bei bfn.de, abgerufen am 28. Februar 2013
  2. http://www.windfinder.com/tide/Schulau_Germany
  3. amtl. Seekarte Nr. 250 des Reichsmarineamts (alle Fassungen) bis zur Seekarte Nr. 249 des DHI auf dem Stand von 1959, VIII
  4. Seekarte Nr. 48 des DHI von 1962
  5. Seekarte des Reichsmarineamts Nr. 249 aus 1924
  6. amtl. Seekarte Nr. 48 des DHI in den Fassungen seit 1971

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hanskalbsand – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien