Haus des Deutschen Metallarbeiterverbandes

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IG-Metall-Haus von Erich Mendelsohn, Zustand 2008

Das Haus des Deutschen Metallarbeiterverbandes (auch: IG-Metall-Haus) liegt im Berliner Ortsteil Kreuzberg in der Alten Jakobstraße 149 und ist die Verwaltungsstelle der Gewerkschaft IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen.

Der Grundstein zum heutigen IG-Metall-Haus wurde am 21. Juli 1929 gelegt. Die Architekten waren Erich Mendelsohn und R. W. Reichel, wobei das Gebäude in erster Linie von Mendelsohn geprägt wurde. Fertiggestellt wurde das Gebäude trotz der seinerzeit aufkommenden Weltwirtschaftskrise und einem Streik der Bauarbeiter ein Jahr später im August 1930.[1]

Der Neubau war erforderlich geworden, weil der Deutsche Metallarbeiter-Verband (DMV), der Vorläufer der heutigen IG Metall, seinen Sitz von Stuttgart nach Berlin verlegen wollte. 1930 wurde das Gewerkschaftshaus des DMV auf dem Grundstück zwischen Linden- und Alte Jakobstraße eingeweiht. Damit wechselte der DMV nach Berlin.

Mit dem Nationalsozialismus übernahm die Deutsche Arbeitsfront (DAF) das DMV–Haus. 1945, am Ende des Zweiten Weltkriegs, brannte es aus.

Im Jahr 1952 wurde das Haus instandgesetzt, wegen seiner dezentralen Lage in Kreuzberg blieb bis zum Mauerfall 1989 aber eher unbeachtet. Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde das Haus 1995 denkmalgerecht saniert. Es steht heute unter Denkmalschutz.

Besonderes Charakteristikum des Gebäudes sind die zahlreichen, auf den Bauherrn verweisenden Messingelemente im Inneren des Gebäudes.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Haus des Deutschen Metallarbeiterverbandes – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Das IG Metall-Haus erzählt seine Geschichte (PDF; 25 kB)
  2. Eintrag in der Berliner Landesdenkmalliste

Koordinaten: 52° 29′ 57,7″ N, 13° 23′ 45,7″ O