Heiligengeistkirche Javorca

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Heiliggeistkirche Javorca

Die Heiligengeistkirche Javorca befindet sich im slowenischen Isonzo-Tal nahe der Gemeinde Tolmin. Der Sakralbau stammt aus dem Jahre 1916 und erinnert an die am Isonzo gefallenen Soldaten der österreichisch-ungarischen Armee.

Das Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Heiligengeistkirche befindet sich hoch über dem Tolminka-Tal und der Polog-Alm. Diese Kirche ist die einzig erhaltene Gedenkkirche aus der Zeit des Ersten Weltkrieges in dieser Region. Errichtet wurde sie auf dem Gebiet der einstigen Isonzo-Front, wo sich die österreichisch-ungarische sowie italienische Armee erbitterte Kämpfe lieferten. Insgesamt wurden zwölf Isonzoschlachten geschlagen. Die Kirche wurde auf einem Sockel, auf den man durch eine Steintreppe kommt, errichtet. Die Kirche wurde von den österreichisch-ungarischen Soldaten zum Gedenken an die in dieser Region gefallenen Soldaten errichtet. Zur Weihe des Sakralbaus kam es am 1. November 1916. Für den Bau und die architektonische Gestaltung war der Wiener Architekt Remigius Geyling verantwortlich. Die Bauleitung hatte Geza Jablonsky inne. Das Jugendstil-Bauwerk wurde 1999 zum slowenischen Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung erklärt[1] und zählt zum europäischen Kulturerbe. Es befindet sich entlang des „Weg des Friedens“, der die im Isonzo-Tal befindlichen Relikte und Denkmäler aus dem Ersten Weltkrieg verbindet.

An der Außenfassade der Kirche befinden sich insgesamt 20 Wappen, die auf die 18 Kronländer sowie die beiden Städte Triest und Pula verweisen sollen. An der Stirnseite der Kirche (siehe Bild) befindet sich das gemeinsame Wappen Österreich-Ungarns mit der lateinischen Titulatur „indivisibiliter ac inseparabiliter“ was zu Deutsch „unteilbar und untrennbar“ bedeutet.

Im Inneren der Kirche befinden sich Holztafeln, auf denen die Namen der gefallenen Soldaten verzeichnet sind. Das Totenbuch aus Holz verweist auf die Namen von insgesamt 2808 gefallenen Soldaten aus den vielen Kronländern des untergegangenen Habsburgerreiches. Die Kirche ist im Stile des Jugendstils gestaltet, was vor allem im Inneren der Kirche deutlich wird.

Anfahrt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Strecke rauf zur Kirche führt von Tolmin ausgehend via Zatolim über eine alte k. u. k. Versorgungsstraße, die nur sehr spartanisch abgesichert ist, über rund 8 Kilometer hoch zur Polog-Alm. Die Straße selbst ist mit dem Auto zwar befahrbar, doch sollte man erstens schwindelfrei und zweitens ein geübter Autofahrer sein, da talseitig kaum bis gar keine Absicherungen vorhanden sind. In regelmäßigen Abständen gibt es Ausweichen, um Gegenverkehr auszuweichen. Von der Polog-Alm bis zur Kirche sind noch rund 25 Minuten Fußmarsch zu bewältigen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gabriele und Walther Schaumann (Hrsg.): Unterwegs zwischen Save und Soca. Auf den Spuren der Isonzofront 1915–1917. 86 Routen- und Tourenvorschläge. Hermagoras 2014.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Javorca - Spominska cerkev sv. Duha giskd2s.situla.org. Abgerufen am 7. September 2015.

Koordinaten: 46° 14′ 5,1″ N, 13° 43′ 11,4″ O