Heli Deinboek

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Helmut „Heli“ Deinboek (* 8. Jänner 1955 in Wien) ist ein österreichischer Bluesmusiker, Liedermacher und Kabarettist.

Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[1]
Schuldig - Heli Deinboek singt Randy Newman
  AT 31 17.12.1995 (14 Wo.)

Heli Deinboek war ein integraler Bestandteil der Wiener Liedermacherszene, in stets scharfer persönlicher Abgrenzung zum sogenannten Austropop der späten 1970er Jahre. Bekannt wurde er nicht zuletzt durch seine satirischen Texte und seine kurze Zusammenarbeit mit der Gruppe Drahdiwaberl („Der Killer vom Billa“). 1980 veröffentlichte er mit Krallelujah sein erstes Album. 1983 war Deinboek als Texter am österreichischen Beitrag zum Eurovision Song Contest beteiligt (Hurricane der Gruppe Westend). In den 1980er Jahren arbeitete er außerdem an den Kinderliederalben Na Wui! – Kinderlieder aus der Leopoldstadt der Leo Sisters und Geh Papa, schau! der Tonino Kids mit. 1991 erschien seine erste Live-LP/CD Ärger Als Deix mit fast ausschließlich neuen Liedern. Sein größter kommerzieller Erfolg wurde 1995 das Album Schuldig, das ausschließlich aus ins Wienerische übertragenen Coverversionen von Randy Newman besteht. Das Album war 14 Wochen in den österreichischen Album-Top-50 vertreten und stieg dort bis Platz 31. Für Anfang 2005 wurde ein neues Album, Küss den Boden, angekündigt, das jedoch so nie erschienen ist. Stattdessen wurde 2006 die CD Jüngste Gerüchte veröffentlicht, gespickt mit viel Sozialhäme und versteckten Anspielungen auf sein eigenes Leben. Teile davon wurden von Küss den Boden übernommen. 2010 veröffentlichte er seine beiden letzten Studio-Alben Coole Ader und Waun da Wind si draht. Außerdem erschienen die Compilations Bluesminus30 (2010) und Second Hand Mann (2011), die zum Teil aus bereits veröffentlichten und zum Teil aus unveröffentlichten Liedern des nie erschienenen Albums Küss den Boden besteht.

Neben seiner musikalischen Karriere war Deinboek Sozialarbeiter in der offenen Jugendarbeit und zuletzt bis 2018 in der Obdachlosenhilfe. Darüber hinaus stand er auch mit eigenen Kabarettprogrammen auf der Bühne („Schmähphisto“), arbeitete als Moderator für die ORF Musikwerkstatt, als Creative director für Direktmarketingagenturen und schrieb Liveshows für Erwin Steinhauer und Karlheinz Hackl. Am 19. Februar 2007 wurde Deinboeks einziges Theaterstück „schwindlig“ oder die Lust auf mich, Posse mit Gesang unter der Regie von Hubsi Kramar im 3raum-Anatomietheater uraufgeführt.

Anfang 2011 kündigte Heli Deinboek, nach circa 30 Jahren musikalischer Aktivität, gut 20 Alben und etwa 2000 Konzerten, seinen Abschied von der Bühne an. Am 8. Oktober 2011 spielte die dritte, fast acht Jahre bestehende Heli Deinboek Band ihr letztes Konzert im GUGG Kulturhaus Stadt Braunau.[2]

2015 trat Deinboek wieder mit Paul Reschenhofer auf, 2020 bis zum Beginn der Coronakrise mit neuer Band. Nach dem 2016 erschienenen Album „Tour de Trance“ veröffentlicht das eigene Label WEAMASCHAUN Private Weltliteratur zahlreiche neue Songs und Alben nur mehr im eigenen Onlineshop.

Die Heli Deinboek Band – Letzte Besetzung 2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heli Deinboek – Gitarre/Gesang
Paul Reschenhofer – Gitarre
Oliver Jung – Piano/Hintergrundgesang
Karin Daym - Kontrabass
Christian Rabitsch – Schlagzeug/Hintergrundgesang

Audio, Video[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Juci Janoska, Harald Hanisch, – Fourth workshop. Serie: pop! – songwriting workshop, CD 4. (Enthält: Einfach leben. Photonenstrahl. The four seasons. Stiftung Holzklasse. Extra Klasse). Universität für Musik und Darstellende Kunst, Wien 2006.

Preise, Auszeichnungen, Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Chartquellen: AT
  2. Heli Deinboek tritt von der Bühne ab (…). In: wien.orf.at, 25. Mai 2011, abgerufen am 30. Mai 2012.