Helmut Wilhelm

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Helmut Wilhelm (* 12. April 1946 in Regensburg) ist ein deutscher Politiker (Bündnis 90/Die Grünen).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seinem Abitur 1965 am Erasmus-Gymnasium Amberg studierte er Rechtswissenschaft an den Universitäten Würzburg und Regensburg. Er erreichte sein erstes juristisches Staatsexamen 1969 und sein zweites juristisches Staatsexamen 1972. Nach ersten Stellen in Regensburg, Weiden und Tirschenreuth war er Richter am Landgericht Amberg. Von 1986 bis 1994 war er Mitglied im Bayerischen Verfassungsgerichtshof, für den er auch von 2011 bis 2014 weiter ehrenamtlich tätig ist.

1971 gründete Helmut Wilhelm das Forum Regensburg für die Erhaltung der Altstadt von Regensburg, dessen Vorsitzender er bis 1987 war. Der Verein erhielt 1975 den Theodor-Heuss-Preis und 1977 die bayerische Denkmalschutzmedaille.

1980 war Wilhelm Mitgründer und Vorsitzender der Bürgerinitiative für eine Zukunft ohne Atomkraft in Amberg und setzte sich u.a. gegen den Bau der Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf ein. 1985 trat er den Grünen bei. Gegen Wilhelm wurde seit 1986 ermittelt, da er sich „nicht mit voller Hingabe seinem Richteramt gewidmet“ und „Rechtsabbau und Entdemokratisierung“ rund um die WAA beim Namen genannt hatte.[1]

Wilhelm war auch geschäftsführender Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz und arbeitete bei der Gruppe Stadtplanung, Denkmalpflege und Touristik beim Europäischen Umweltbüro (EEB) in Brüssel mit. Er ist Mitglied beim Bund Naturschutz in Bayern und bei Ver.di. Von 2003 bis 2006 war er Vorsitzender des Vereins der Freunde des Mariahilfbergs in Amberg. Von 1984 bis 2002, und seit 2008 wieder gehört(e) er für die Grünen dem Stadtrat in Amberg an. Von 1994 bis 2002 war Helmut Wilhelm Mitglied des Deutschen Bundestags (Bündnis 90/Die Grünen). Helmut Wilhelm war dann als Richter bis 2011 weiter in Regensburg tätig.

Ehrung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Helmut Wilhelm wurde 2004 für seine Verdienste um das Gemeinwohl mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Ihr schaut's ja aus wie die Raubritter“. Der Spiegel. 11. Juli 1988. Abgerufen am 12. Juni 2017.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]