Helmuth Trischler

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Helmuth Trischler in der Sonderausstellung "Willkommen im Anthropozän. Unsere Verantwortung für die Zukunft der Erde" im Deutschen Museum

Helmuth Trischler (* 29. April 1958 in Ulm) ist ein deutscher Technikhistoriker. Er ist in der Museumsleitung des Deutschen Museums München für den Bereich Forschung verantwortlich.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trischler studierte Geschichte und Germanistik in München und promovierte 1986 mit der Arbeit Steiger im deutschen Bergbau: Zur Sozialgeschichte der technischen Angestellten 1815–1945 an der LMU München. 1991 habilitierte sich Trischler ebenfalls in München mit einer Schrift über Luft- und Raumfahrtforschung in Deutschland 1900–1970: Politische Geschichte einer Wissenschaft. Trischler wurde 1993 Forschungsdirektor des Deutschen Museums; seit 1997 ist er parallel Professor für Neuere und Neueste Geschichte sowie Technikgeschichte an der LMU München.

Wissenschaftliche Arbeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trischler hat zahlreiche Veröffentlichungen zur Wissenschafts-, Technik- und Sozialgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts vorgelegt. Sein Forschungsschwerpunkt ist aktuell die vergleichende Geschichte nationaler Innovationssysteme und Innovationskulturen im 20. Jahrhundert. Er ist unter anderem Herausgeber der Buchreihen „Umwelt und Geschichte“ (Verlag Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen) und „The Environment in History: International Perspectives“ (Verlag Berghahn Books, Oxford and New York).

Zusammen mit Christof Mauch, Professor für amerikanische Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität, beteiligte er sich an der Ausschreibung der Käte Hamburger Kollegs für geisteswissenschaftliche Forschung und warb 2008 12 Millionen Euro für ein internationales geisteswissenschaftliches Kolleg „Natur als kulturelle Herausforderung“ ein.[1] Daraus entstand das 2009 gegründete Rachel Carson Center for Environment and Society in München, das er und Mauch leiten. Bei der Evaluierung des Carson Centers 2014 wurde die Fortsetzung der Förderung um weitere sechs Jahre bis 2021 bestätigt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bundesministerium für Bildung und Forschung: Zweite Runde für Internationale Kollegs (Memento vom 25. März 2014 im Internet Archive), Pressemitteilung vom 24. Oktober 2008