Hendrick Goudt

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Jupiter und Merkur im Hause Philemons und Baucis (ca. 1620–1630)

Hendrick Goudt (* um 1583 in Den Haag;[1]17. Dezember 1648[2] in Utrecht) war ein holländischer Maler und Kupferstecher des Goldenen Zeitalters.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Goudt wurde um 1583 als Sohn von Arend Goudt und Anneken Cool geboren. Goudts Großvater Hendrik stammte aus einer Familie hoher Beamter. Er war der Neffe und Erbe von Willem Goudt, dem Statthalter Hollands.[1] Goudts Mutter war die Mutter eines Gastwirtes in Dortrecht. Arend Goudt heiratete Anneken am 10. Januar 1604, um den gemeinsamen Sohn zu legitimieren. Das Paar lebte aber nie zusammen. 1596 wurde Goudts Vater von Heinrich IV. geadelt und auch Hendrick Goudt selbst wurde Ridder, Heere van Noortnieuwlant, van de Keen ende ambachtsheer van de vijff Gorssen. Am 12. Dezember 1612[1] kaufte Arend Goudt mit dem Janskerkhof in Utrecht ein großes Anwesen.[2][3]

Aurora (Morgenlandschaft) (Anfang 17. Jahrhundert, nach 1607); Kupferstich nach Adam Elsheimer

Hendrick ging als junger Mann nach Rom[2] und arbeitete dort mit Adam Elsheimer bis zu dessen Tod im Jahr 1610.[4] 1611 kam Goudt nach Utrecht, wo er Mitglied der Lukasgilde wurde.[1] In dieser Zeit entstand eine Serie von fünf Drucken von Elsheimers Werken. Außerdem kopierte Goudt mehrere Werke seines Lehrers.[5] Diese Arbeiten begründeten den Ruhm Elsheimers in den Niederlanden und Westeuropa.

1624 soll eine junge Frau, die Hendrick heiraten wollte, dem Maler ein Aphrodisiakum verabreicht haben, das zu schweren Hirnschäden führte.[4] Sein Vater erklärte 1625, dass Hendrick nun seit vier Jahren schwer krank sei. Daraufhin bestellte man Arend Goudt zum Vormund seines Sohnes.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ariane van Suchtelen: Dawn of the Golden Age: Northern Netherlandish Art, 1580-1620. Ausstellungskatalog Rijksmuseum Amsterdam. Waanders Uitgevers, Zwolle 1993, S. 306

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Hendrick Goudt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Heinrich Weizsäcker: Hendrik Goudt. In: Oud Holland, 1928; Band 45, S. 110–122 JSTOR 42722328
  2. a b c d D. Hoek: Biografische bijzonderheden over Hendrik Goudt (1583–1648). In: Oud Holland, 1970, Band 85, Nr. 1, S. 54/55 JSTOR 42710845
  3. Janskerkhof 18, Huizen and het Janskerkhof, abgerufen am 28. April 2017
  4. a b Hendrik Gaud. In: Arnold Houbraken: De groote schouburgh der Nederlantsche konstschilders en schilderessen. 1718 (Online in der Digitalen Bibliotheek voor de Nederlandse Letteren)
  5. Joaneath A. Spicer: The Role of Printmaking in Utrecht during the First Half of the Seventeenth Century. In: The Journal of the Walters Art Gallery. Vol. 57, 1999, S. 105–132 JSTOR 20169145