Henning Pertiet

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Henning Pertiet (* 1965 in Hamburg) ist ein Boogie Woogie und Blues-Pianist, dessen Einflüsse von Vince Weber, Meade Lux Lewis, Albert Ammons über Otis Spann bis hin zu modernen Jazzpianisten wie Thelonious Monk reichen. Von 1993 bis 1996 war er festes Mitglied in der österreichischen Mojo Blues Band.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Alter von 23 Jahren entdeckte Henning zunächst das Boogie Woogie-Piano für sich; eine Schallplatte von Axel Zwingenberger begeisterte ihn derart, dass er fortan alles daran setzte Boogie-Pianist zu werden.

Durch den Kontakt zur Hamburger Musikszene und den dort lebenden Pianisten Axel Zwingenberger, Jo Bohnsack, Joja Wendt und Gottfried Böttger (der ein Onkel von Henning Pertiet war) konnte er die Grundlagen dieser Musik direkt von jenen lernen, die er bewunderte. Zunächst war er solistisch und im Trio tätig.

Auf Empfehlung Zwingenbergers stieß Henning auf die Mojo Blues Band aus Wien. Im Sommer 1993 wurde Henning Pertiet Mitglied dieser Formation und tourte vier Jahre als Bandpianist durch ganz Europa. In dieser Zeit wurden zwei Alben eingespielt (live und im Studio).

Im April 1996 veröffentlichte Henning sein erstes Soloalbum (teilweise unterstützt vom damaligen Schlagzeuger der Mojo Blues Band Peter Müller). Zugleich ist dieses Album der Wieder-Einstieg als Solopianist; 1999 folgte das zweite Soloalbum.

Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz gemeinsam mit Axel Zwingenberger, Vince Weber, Martin Pyrker, Abi Wallenstein, Henry Heggen, Jeanne Carroll, Jan Harrington, Little Willie Littlefield, Frank Muschalle, Tibor Grasser, B.B. & The Bluesshacks aufgetreten.

2003 folgt die dritte CD-Produktion unter eigenem Namen, diesmal unterstützt vom Berliner Drummer Michael Maass: Boogie Woogie Live 2003. Hier sind erstmals Einflüsse neuerer Musikstile des Jazz oder auch Elemente der Rockmusik zu hören. Pertiet hat seitdem an der stilistischen Erweiterung seiner Musik gearbeitet und sich intensiv mit Modern Jazz und Klassik beschäftigt.

Im Mai 2004 gründete er ein Trio mit Klavier, Bass und Schlagzeug; im Dezember 2005 erschien ein repräsentativer Auszug des Repertoires auf CD („Boogie Woogie And Blues Variety“). Im Mai 2006 tourte das Trio mit Red Holloway als Gast (u. a. mit Auftritten auf dem Bluesfest Ingolstadt und im Birdland Hamburg). Im selben Jahr gründete er das Duo The Fabulous Boogie Duo mit Schlagzeuger Andreas Bock (zuvor Mitglied von BB & The Blues Shacks), mit dem er ein Album bei Stormy-Monday-Records veröffentlicht.

Am 27. Januar 2012 erschien – ebenfalls bei Stormy-Monday-Records – die CD 'Masterpieces Vol. 1'. Start einer Trilogie mit Blues, Boogie Woogie und angrenzenden Musikstilen.

Neben der Beschäftigung mit Blues & Boogie Woogie-Piano spielt Henning Pertiet E-Bass, Kontrabass, Gitarre, diverse Keyboards und benutzt Grooveboxen und Synthesizer in seinem Studio-Projekt Teitreph.

Seit Sommer 2013 spielt Henning Pertiet regelmäßig frei improvisierte Orgelkonzerte und er hat bei und mit der Plattenfirma ifo-classics.de eine CD mit improvisierter Orgelmusik (aufgenommen auf der Romantischen Orgel im Verdener Dom) veröffentlicht; begleitend dazu erscheint im Organ Journal (Schott Verlag) ein mehrseitiges Portrait des Organisten Henning Pertiet in der Ausgabe 1/2015 der Zeitschrift.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 2011 wurde Henning Pertiet für den German Blues Award nominiert in den Kategorien Solo/Duo und Piano; ebenfalls nominiert wurde er für die German Blues Challenge. 2017 erhielt er den German Blues Aaward.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Blues Award 2017 für Henning Pertiet in Kreiszeitung