Hermann Kremer

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Hermann Kremer (* 1941 in Bottrop) ist ein deutscher Mäzen, Kunstsammler und Stiftungsgründer. Neben seinem Beruf als Gynäkologe, hat er in Potsdam 4 denkmalgeschützte Häuser renoviert und das Museum Alexandrowka gegründet.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hermann A. Kremer wurde 1941 als Sohn eines Bauingenieurs in Bottrop geboren. Nach seinem Abitur studierte er Medizin an den Universitäten in Münster, Marburg, Paris und Tübingen. 1967 schrieb er seine Dissertation an der Universität Tübingen zum Thema Innere Medizin. Nach seiner Tätigkeit 1968 als Medizinalassistent im Marienhospital in Bottrop. Begann er 1969 seine Facharztausbildung an der Universitären Frauenklinik in Bonn als wissenschaftlicher Assistent von Ernst Jürgen Plotz Plotz. Zu diesem Zeitpunkt veröffentlichte er verschiedene Publikationen zur Endokrinologie und Gynäkologie. 1971 heiratete er seine Ehefrau Elke Kremer, geb. Plötz aus Bersenbrück. Nach der Geburt seiner beiden Kinder Stefanie (1973) und Matthias (1974) lies er sich 1975 als Gynäkologe in Haltern am See / Westf. Nieder. Zugleich baute er ein Einsende Labor für Gynäkol. Zytologie und eröffnete eine Fachpraxis für Reproduktions-Medizin und wurde „Member oft he International Academy of Cytology“. 2011 beendete Hermann A. Kremer seine Tätigkeit als Gynäkologe und Zytologe.

Durch eine Reise 1993 in die „neuen“ Bundesländer wurde sein Interesse für die Deutsche Stiftung Denkmalschutz geweckt. 1999 erwarb Hermann A. Kremer dann das Haus „Russische Kolonie Nr. 8“ von 1823 in Potsdam und begann eine denkmalgerechte aufwendige Renovierung. Im Jahr 2000 erwarb er zusätzlich ein zweites Haus („Nr. 2“) in der Russischen Kolonie und renovierte auch dieses und richtete hier das Museum Alexandrowka mit dem Thema „Bedeutung und Hintergrund der Russischen Kolonie Alexandrowka in Potsdam“ ein. 2001 gründete er dann die „Potsdam Stiftung Kremer[1]“ zur Förderung von Kunst und Kultur in Brandenburg. 2005 wurde dann das Museum mit Bistro, Gartencafé und Shop, welches 9 Monate im Jahr geöffnet ist, eröffnet.

2001 erwarb Kremer außerdem ein Haus des Bauherrn Friedrich der Große und dem Architekten Carl von Gontard aus dem Jahr 1767 am Bassinplatz in Potsdam. Das Haus wurde sehr aufwendig vollständig renoviert und alle 7 Kaminzüge und Feuerstellen wurden wieder hergestellt. Hierfür erhielt Hermann A. Kremer auch 2001 den Denkmalpreis des Landes Brandenburg.[2]

2004 erwirbt Kremer dann das Ensemble einer alten Ziegelei am Beetzsee / Haveland nahe der Stadt Brandenburg/ Havel. Er lässt es unter Denkmalschutz stellen und renoviert 3 der 5 Gebäude. Hierin werden zum Teil Ferienwohnungen eingerichtet.[3]

2007 erwirbt er ein weiteres Haus am Bassinplatz in Potsdam: Nr. 10 „Mozarthaus“. Hier hat u. a. Mozart 1789 gewohnt. Das Haus wird sehr aufwendig renoviert. Hierbei werden im ersten Stock Fresken aus der Bauzeit entdeckt und konserviert.[4]

Als Wertschätzung für seine Tätigkeiten und sein Engagement erfolgt 2017 die Eintragung ins goldene Buch der Stadt Potsdam[5].

Seit 2006 widmet sich Kremer dem Aufbau einer Kunstsammlung mit dem Thema „klassischer und prähistorischer Kunst“ und seiner Tätigkeit als Mäzen. Er wohnt weiter in Haltern am See.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Potsdam Stiftung. In: Alexandrowka. Abgerufen am 28. September 2021 (deutsch).
  2. Geschichte | BASSINPLATZ. Abgerufen am 6. Oktober 2021 (deutsch).
  3. Die Ziegelei. In: Die Ziegelei. Abgerufen am 6. Oktober 2021 (deutsch).
  4. Geschichte | BASSINPLATZ. Abgerufen am 6. Oktober 2021 (deutsch).
  5. 279 | Mit Begeisterung für die Stadt - Tag der Städtebauförderung am 13. Mai. 4. Mai 2017, abgerufen am 28. September 2021.