Hermann Paar

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Hermann Paar (* 4. April 1954 in Völklingen)[1] ist ein deutscher Basketballtrainer. Paar war von März 2017 bis September 2018 Bundestrainer der deutschen Damen-Nationalmannschaft.

Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Paar arbeitete bis 1990 im Gesundheitswesen und dann bis 1993 für ein Medienunternehmen. Parallel dazu war er zwischen 1979 und 1991 Trainer der Herrenmannschaft der BBF Dillingen (bis 1989 als Spielertrainer) und führte die Mannschaft 1990 zum Aufstieg in die 2. Basketball-Bundesliga.[2]

1991 ging er als Trainer zum TV 1872 Saarlouis. Dort trainierte er zunächst die Damen- und die Herrenmannschaft des Vereins, konzentrierte sich dann aber auf seine Aufgabe beim Damenteam. Unter Paars Leitung gelang der Aufstieg in die Damen-Basketball-Bundesliga, 2000 schafften die Saarländerinnen erstmals den Einzug in die Playoffs und gingen in der Saison 2000/01 im europäischen Vereinswettbewerb Ronchetti-Cup ins Rennen.[3] Neben seiner Trainertätigkeit arbeitete Paar in Saarlouis auch im administrativen und konzeptionellen Bereich.[2]

In der Saison 2001/02 gehörte Paar zum Stab von Gold Zack Wuppertal und war dort insbesondere für das Individualtraining zuständig. Wuppertal gewann in dieser Saison die deutsche Meisterschaft sowie den Pokalwettbewerb. Im Sommer 2002 war er Cheftrainer der deutschen U20-Damen-Nationalmannschaft und betreute diese bei der Europameisterschaft.[4]

Von 2002 bis 2015 war Paar in unterschiedlichen Funktionen und Ämtern für den luxemburgischen Basketball-Verband tätig.[5] So war er unter anderem Cheftrainer der Damen-Nationalmannschaft sowie von Junioren-Nationalmannschaften[6] und Technischer Direktor.

In der Saison 2015/16 wechselte Paar als Trainer zum deutschen Zweitligisten BG 74 Göttingen,[7] zur Saison 2016/17 übernahm er den Trainerposten beim Bundesligisten TV Saarlouis.[8] Im März 2017 wurde Paar zusätzlich ins Amt des Bundestrainers der deutschen Damen-Nationalmannschaft berufen.[4] Im Dezember 2017 wurde er in Saarlouis entlassen.[9] Zur Saison 2018/19 wechselte Paar zurück nach Luxemburg, um den Damen-Erstligisten BBC Gréngewald Hueschtert zu übernehmen.[10] Sein Amt als Bundestrainer der deutschen Damen-Nationalmannschaft legte er im September 2018 aus gesundheitlichen Gründen nieder.[11] Nach dem Ende der Saison 2021/22 beendete er seine Tätigkeit in Hueschtert und seine Trainerlaufbahn.[12]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Bundestrainer kommt aus Saarlouis. In: Saarbrücker Zeitung. Abgerufen am 29. März 2017.
  2. a b Hermann Paar. In: LinkedIn. Abgerufen am 13. November 2022.
  3. TV 1872 Saarlouis, FIBA Europe Cup Women (2005). In: FIBA. Abgerufen am 25. März 2017 (englisch).
  4. a b Hermann Paar ist neuer Damen-Bundestrainer. In: Deutscher Basketball-Bund. Abgerufen am 25. März 2017.
  5. Hermann Paar gibt Basketball-Frauen ab. In: L'essentiel auf Deutsch. (lessentiel.lu [abgerufen am 25. März 2017]).
  6. EuroBasket Women (2015). In: FIBA Europe. Abgerufen am 25. März 2017.
  7. Nationaltrainer Hermann Paar wird neuer Headcoach. In: BG 74 Göttingen. Abgerufen am 25. März 2017.
  8. Hermann Paar wird neuer Royals-Trainer. In: SR.de. Saarländischer Rundfunk, 26. April 2016, archiviert vom Original am 26. März 2017; abgerufen am 15. Oktober 2022.
  9. Saarlouis Royals trennen sich von Trainer Hermann Paar. In: Saarbrücker Zeitung. 21. Dezember 2017, abgerufen am 10. April 2018.
  10. Hermann Paar wird Trainer beim Gréngewald. In: Tageblatt Luxemburg. 31. Januar 2018, abgerufen am 10. Mai 2018.
  11. https://www.basketball-bund.de/news/teams/a-damen/patrick-unger-neuer-damen-bundestrainer-191827
  12. Romain Haas: [Basket] L'Europe, ça les gagne ! In: Le Quotidien. 24. Juni 2022, abgerufen am 14. Oktober 2022 (französisch).