Hire and Fire

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Hire and Fire (englisch: Heuern und Feuern) ist ein im deutschsprachigen Raum bekannter Begriff für die Personalpolitik, bei Bedarf (zum Beispiel in Zeiten eines Konjunkturaufschwungs oder wegen eines Großauftrags) Arbeitskräfte zusätzlich einzustellen und diese wieder zu entlassen, wenn der Bedarf nachlässt bzw. endet (zum Beispiel bei einem Konjunkturabschwung oder wenn ein Großauftrag beendet ist und kein Anschlussauftrag vorliegt).

Der Begriff bezeichnet auch schnelle Personalwechsel (ein neu eingestellter Mitarbeiter wird relativ schnell wieder entlassen, wenn Personalverantwortliche von seinen Leistungen und/oder seinem Verhalten nicht angetan sind) auf allen Ebenen des Betriebs, also auch im Management.

Angelehnt an das Prinzip Last In – First Out werden oft diejenigen von einem personalabbauenden Betrieb als erste entlassen, die als letzte eingestellt wurden. Teilweise sind deutsche Betriebe zu diesem Vorgehen verpflichtet (siehe Sozialauswahl).

Die Regierung unter Bundeskanzler Gerhard Schröder (Kabinett Schröder I, Kabinett Schröder II) gilt als diejenige, die den Arbeitsmarkt flexibilisiert hat. Zum Beispiel erleichterte sie die atypische Beschäftigungbefristete Beschäftigung und Zeitarbeit. Die Regierung tat dies in dem erklärten Willen, gerade „Problemgruppen“ am Arbeitsmarkt (Alten, Jungen und Geringqualifizierten) helfen zu wollen.

Viele sehen einen Trend in Richtung „Beschäftigung erster und zweiter Klasse“.[1]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. spiegel.de: Junge Arbeitnehmer - "Es gilt hire und fire" (Interview mit Johannes Giesecke, 2009)