Hispar Muztagh

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Hispar Muztagh
Der Hispar Muztagh vom Hunzatal aus gesehen

Der Hispar Muztagh vom Hunzatal aus gesehen

Höchster Gipfel Distaghil Sar (7885 m)
Lage Gilgit in Gilgit-Baltistan (Pakistan)
Teil des Karakorum
Hispar Muztagh (Pakistan)
Hispar Muztagh
Koordinaten 36° 20′ N, 75° 11′ OKoordinaten: 36° 20′ N, 75° 11′ O
Typ Faltengebirge
Der Hispar Muztagh (zentral-westlicher Teil) über dem Hispar-Gletscher

Der Hispar Muztagh (zentral-westlicher Teil) über dem Hispar-Gletscher

Östlicher Teil des Hispar Muztagh mit Hispar La und Biafo-Gletscher/Lukpe Lawo/Sim-Gang-Gletscher

Östlicher Teil des Hispar Muztagh mit Hispar La und Biafo-Gletscher/Lukpe Lawo/Sim-Gang-Gletscher

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Das Hispar Muztagh ist ein Gebirgszug im Karakorum in der pakistanischen autonomen Region Gilgit-Baltistan, den früheren Northern Areas. Es ist Teil der Karakorum-Hauptkette, die als Muztagh bezeichnet wird. Das Hispar Muztagh ist nach dem Baltoro Muztagh das zweithöchste Teilgebirge des Karakorum. Es enthält zahlreiche hohe „Siebentausender“. Der Distaghil Sar erreicht als höchster Berg der Kette eine Höhe von 7885 m und wird damit im Karakorum nur vom K2 und den höchsten Bergen der Gasherbrum-Gruppe überragt.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Hispar Muztagh liegt in nordwestlichen Teil des Karakorums. Es verläuft von Westnordwest nach Ostsüdost vom Hunzatal bis zum Firnbecken des Biafogletschers (Snow Lake) und dem Khurdopin-Gletscher und hat eine Ausdehnung von etwa 70 Kilometern. Im Süden grenzt es an den Hispar-Gletscher und das Tal des Hispar-Flusses. Im Norden wird die Bergkette durch das Shimshal-Tal begrenzt. Shimshal- und Hispartal verlaufen im Abstand von etwa 35 Kilometern in etwa parallel und entwässern nach Westen zum Hunza-Tal. Die Bedeutung des Hispar Muztagh als Wasserscheide ist damit gering.

Im Westen des Hunza-Tals, das durch den Karakorum Highway erschlossen wird, liegt das Batura Muztagh. Östlich des Khurdopin-Pass, dem Übergang zwischen Snow Lake und Khurdopin-Gletscher, liegt das Panmah Muztagh. Diese drei Gebirgszüge bilden den westlich und zentralen Teil des Karakorum-Hauptkamms. Im Süden und Norden grenzt das Hispar Muztagh an die Ketten des Kleinen Karakorums: Südlich des westlichen Hispar-Tals liegen die Rakaposhi-Haramosh-Berge, weiter östlich im Süden des Hispar-Gletschers folgen die Spantik-Sosbun-Berge. Nördlich des Shimshal-Tals liegen als nördlichste Kette des Karakorums die Ghujerab-Berge.

Berge des Hispar Muztagh[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die höchsten Berge des Hispar Muztagh:[1]

Rang im
Karakorum
in
Asien
Berg/Gipfel Höhe Scharten-
höhe
in m
Bezug
1. 6. 19. Distaghil Sar 7885 m 2525 K2
2. 7. 21. Kunyang Chhish 7852 m 1765 Distaghil Sar
3. 11. 28. Kanjut Sar 7760 m 1660 Kunyang Chhish
4. 16. 39. Trivor 7577 m 997 Distaghil Sar
5. 18. 45. Yukshin Gardan Sar 7530 m 1374 Kunyang Chhish
6. 22. 53. Pumari Chhish 7492 m 884 Kunyang Chhish
7. 35. 75. Momhil Sar 7343 m 907 Trivor
8. 36. 77. Yutmaru Sar 7330 m 680 Yukshin Gardan Sar
9. 46. 101. Malangutti Sar 7207 m 507 Distaghil Sar
10. 48. 106. Lupghar Sar 7200 m 730 Momhil Sar
11. 53. 125. Bularung Sar 7134 m 514 Trivor
12. 55. 132. Kunyang Chhish Nord 7108 m 517 Kunyang Chhish
13. 261. Kanjut Sar II 6831 m 1031 Kanjut Sar I
14. 275. West Yukshin Gardan Sar
(P. ~6820)
6820 m 578 Yukshin Gardan Sar

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hispar Muztagh – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Hispar Muztagh auf Peakbagger.com (englisch) (Link führt zur Beschreibung des Distaghil Sar, die Daten zu den anderen Bergen sind leicht über Radius Search zu finden.)
  • J. Kalvoda, A. S. Goudie (): Landform evolution in the Nagar region, Hispar Mustagh Karakoram. In: A. S. Goudie, J. Kalvoda (Hrsg.): Geomorphological Variations. P3K Publishers, Prag 2007, S. 87–126, Vorschau auf die ersten 9 Seiten mit grundlegenden Informationen zum Hispar Muztagh. (PDF) p3k.cz; abgerufen 8. März 2010

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Höhe und Schartenhöhe aus der Liste aller Berge → 6750 Meter. 8000ers.com; abgerufen 13. November 2009