Hitchens’ Rasiermesser

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Hitchens’ Rasiermesser (englisch Hitchens's razor) ist eine erkenntnis- und argumentationstheoretische Maxime. Behauptungen unterliegen der Beweislast durch jene Person, die die Behauptung aufstellt. Kann diese Person ihre Behauptung nicht belegen, so kann die Behauptung gemäß Hitchens’ Rasiermesser ohne weitere Begründungen verworfen werden.

“What can be asserted without evidence can be dismissed without evidence.”

„Was ohne Beleg behauptet werden kann, kann auch ohne Beleg verworfen werden.“

Hitchens’ Rasiermesser ist auf die Übersetzung eines lateinischen Sprichworts zurückzuführen, das im 19. Jahrhundert verwendet wurde[3]:

“Quod gratis asseritur, gratis negatur.”

Gemäß Hitchens’ Rasiermesser können auch alle Aussagen verworfen werden, die lediglich durch falsche Prämissen oder Fehlschlüsse gestützt werden, da diese nicht als evident bewertet werden können. Die Bezeichnung als „Rasiermesser“ wurde in Analogie zu Ockhams Rasiermesser gewählt.

Quellenangaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Christopher Hitchens: Mommie Dearest. The pope beatifies Mother Teresa, a fanatic, a fundamentalist, and a fraud. In: Slate. 20. Oktober 2003, abgerufen am 7. Juni 2017.
  2. Christopher Hitchens: God Is Not Great: How Religion Poisons Everything. Twelve, 2008, ISBN 978-0-446-50945-9 (englisch, 400 S.).
  3. Damion Reinhardt: The Long History of Hitchens’ Razor. In: Sceptic Ink. 25. Juli 2015, abgerufen am 7. Juni 2017 (englisch).