HomePNA

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Die Home Phoneline Networking Alliance (HomePNA) ist ein Industrieverband, der im Jahr 1999 seinen zweiten Standard für Rechnernetze mit Telefonkabeln in Privathaushalten veröffentlichte.[1]

Funktionsweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufbau eines HomePNA-Netzes

HomePNA stellt über eine einfache, meist vorhandene Telefonverkabelung eine Hausvernetzung für Computernetzwerke, zum Beispiel zur gemeinsamen Nutzung eines Internetzugangs, her. Dabei wird die weitere Anwendung der Telefonleitung zum Telefonieren nicht eingeschränkt. Ebenfalls existieren Produkte, die die bestehenden Fernsehkabel zur Datenübertragung verwenden. Über ein PNA-Netz können bis zu 50 Netzknoten (Computer) angeschlossen werden. Anfangs wurde eine Datenübertragungsrate von 1 MBit pro Sekunde vorgesehen, später 10 MBit/s [2], inzwischen mit HomePNA 3.1 bis zu 320 MBit/s [3]. Es arbeitet mit einem Frequenzbereich von 4 bis 10 MHz. HomePNA ist in den USA eine weitverbreitete Technik für Heimnetzwerke, in Europa hat es sich kaum durchgesetzt.

Standards[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ITU-Standard G.989.1 (Phoneline Networking Transceivers - Foundation) legt die technische Spezifikation für die Übertragung von Daten über bestehende Telefonleitungen im Heimbereich fest.

Anwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland wird mit Line21 [4] ein Home-PNA Variante der Hersteller Merten und Rutenbeck angeboten. Dieses System benötigt ein 4-adriges Telefonkabel und kann derauf parallel Telefon und Netzwerk mit (je nach Kabellänge und -qualität) bis zu 100 Mbit/s bereitstellen.

Neben der Anwendung als Heimnetz wird die Technologie auch für die Versorgung von Wohneinheiten mit Internet verwendet. Wie bei DOCSIS bekommt der Kunde ein Kabel-Modem, für deren Anschluss allerdings keine besondere Multimedia-Kabeldose erforderlich ist. Da die Technik nicht wie DOCSIS die Überbrückung von großen Distanzen zulässt, eignet sie sich im Besonderen für Gebäude, die per FTTB erschlossen sind. In Osteuropa ist HPNA für Internetzugänge bereits verbreitet.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Home Networking Alliance Approves a Faster Standard. The New York Times. 2. Dezember 1999. Abgerufen am 19. Oktober 2013.
  2. https://www.elektronik-kompendium.de/sites/net/0904201.htm
  3. http://www.homepna.org/about/faq/#about9
  4. https://www.fehrnetzt.de/netzwerk-uber-vorhandene-telefonkabel-line-21-machts-moglich

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]