Honigtopfameisen

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Honigtopfameisen der Gattung Myrmecocystus

Honigtopfameisen oder Honigameisen sind Ameisenarten, die Futter in ihre Gaster speichern.

Verhalten und Ernährung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die meisten Arten leben in ariden Habitaten und ernähren sich von honigartigen Ausscheidungen von Galläpfeln der Zwergeiche oder Honigtau von Blattläusen.

Ist das Nahrungsangebot hoch, stellt der Ameisenstaat Arbeiterinnen ab, die so viel Futter aufnehmen, dass ihr Kropf anschwillt und den Hinterleib tonnenförmig aufbläht. Sie hängen dann bewegungslos an der Decke und sehen wie Honigtöpfe aus. In diesem Zustand sind sie unbeweglich und können sich auch nicht selbst versorgen. Dies übernehmen Arbeiterinnen, welche die als Vorratsspeicher dienenden Artgenossinnen putzen und verpflegen. Bei Futterknappheit können diese die gespeicherte Nahrung wieder abgeben. Dazu signalisiert eine normale Arbeiterin den Bedarf durch Reiben der Antenne einer Speicherameise. Diese würgt dann einen Nahrungstropfen aus, den die andere Ameise entnehmen kann.[1]

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Begriff „Honigtopfameisen“ bezieht sich nicht auf eine spezielle Ameisenart, sondern ist ein Sammelbegriff.

Beispiele:

Zwischenformen treten in den Gattungen Erebomyrma, Carebara (ehemals Pheidologeton), Prenolepis und Proformica auf.

Nutzung durch den Menschen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wenn von Honigtopfameisen die Rede ist, sind aber meist jene gemeint, die von den australischen Ureinwohnern, den Aborigines verzehrt werden. Besonders bevorzugt wird die Ameisenart Camponotus inflatus, weil diese den süßesten „Honig“ besitzt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Honigtopfameisen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Honey Ant Adaptations. In: National Geographic. Abgerufen am 6. September 2016.