Hopfersche Papierfabrik

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Hopfersche Papierfabrik, 2013

Die Hopfersche Papierfabrik ist eine denkmalgeschützte ehemalige Papierfabrik in Bernburg (Saale) in Sachsen-Anhalt.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fabrikgebäude befinden sich an der Adresse Am Rosenhag 3, 5 auf der Saalehalbinsel am linken Ufers der Saale unterhalb des Schlosses Bernburg.

Architektur und Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 1805 errichtete August Hopfer hier eine Papiermühle. 1806 wurde das Wohnhaus des Mühlenbesitzers gebaut. Es verfügt über viertelkreisförmige Verbinder. Darüber hinaus entstand eine Holländermühle mit zwei Wasserrädern[1] und einem Beiwerk auf dem Saalewehr sowie Niederlagegebäude. Eine Modernisierung der Anlage erfolgte ab dem Jahr 1854 durch Eduard Hopfer. Dabei wurde eine neue Papierfabrik mit einem Dampfmaschinenhaus, ein zweites Holländergebäude, eine Lumpenkocherei, ein Fabrikgebäude mit Sortiersälen, ein Maschinengebäude mit einem Dampfkesselhaus, eine Glasurmühle und ein Kesselhaus errichtet.

1872 folgte dann der Bau eines Wasserkraftwerkes. Zugleich wurde das Holländergebäude zum Maschinensaal umgenutzt. Außerdem begannen die Planungen zur Anlage des Bosketts sowie einer vor dem Wohnhaus vorgesehenen Fontäne.

Im Jahr 1878 erwarben die Brüder Lange die Fabrik. 1890 wurde Anstelle des Beiwerks auf dem Saalewehr ein neues Turbinenhaus errichtet. In den Jahren 1908/09 fand eine Erweiterung der Anlage statt. In den 1920er Jahren kam es jedoch zu einer Einstellung der Papierproduktion.

1991 wurde ein großer Teil der Fabrikgebäude abgerissen. Das Wohnhaus von 1806, das modernisierte Turbinen- und Maschinenhaus sowie das Fabrikgebäude mit den Sortiersälen blieben jedoch erhalten. Vom großen Gebäude der eigentlichen Papiermühle blieben nur Teile der Mauern erhalten. Es wurde ein Parkdeck eingebaut. Große Teile des ehemaligen Betriebsgeländes wurden mit einer Wohnanlage bebaut.

Im örtlichen Denkmalverzeichnis ist die Fabrik unter der Erfassungsnummer 094 60063 als Baudenkmal verzeichnet.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Birthe Rüdiger, Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt, Landkreis Bernburg, Band 12, Hrsg.: Landesamt für Denkmalpflege Sachsen-Anhalt, Michael Imhof Verlag Petersberg, 2003, ISBN 3-937251-06-5, Seite 62 f.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Birthe Rüdiger, Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt, Landkreis Bernburg, Band 12, Hrsg.: Landesamt für Denkmalpflege Sachsen-Anhalt, Michael Imhof Verlag Petersberg, 2003, ISBN 3-937251-06-5, Seite 63
  2. Kleine Anfrage und Antwort Olaf Meister (Bündnis 90/Die Grünen), Prof. Dr. Claudia Dalbert (Bündnis 90/Die Grünen), Kultusministerium 19. 03. 2015 Drucksache 6/3905 (KA 6/8670) Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt, Magdeburg.pdf, Seite 3577.

Koordinaten: 51° 47′ 41,3″ N, 11° 43′ 55″ O