Hortensius (Cicero)

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Hortensius sive de philosophia („Hortensius oder über die Philosophie“) ist eine Schrift Marcus Tullius Ciceros aus dem Jahre 45 v. Chr. in Dialogform. Sie ist benannt nach einem Freund Ciceros, dem Redner und Politiker Quintus Hortensius Hortalus. Der Text, der die Philosophie als allein glücklichmachendes Prinzip und die Überwindung von Leidenschaften zugunsten der Ratio würdigte, war in der Spätantike sehr populär. Seine Lektüre soll ein Schlüsselerlebnis für Augustinus auf dem Weg seiner Bekehrung zum Christentum gewesen sein. Eine vollständige Fassung existiert nicht mehr, wohl aber 103 Fragmente und Zitate in anderen Werken, 16 davon u. a. bei Augustinus.

Ausgaben und Übersetzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Otto Schönberger (Übersetzer): Iamblichos: Aufruf zur Philosophie. Mit zweisprachiger Ausgabe von Ciceros „Hortensius“. Königshausen und Neumann, Würzburg 1984, ISBN 3-88479-143-5
  • Laila Straume-Zimmermann, Ferdinand Broemser, Olof Gigon (Hrsg.): Marcus Tullius Cicero: Hortensius, Lucullus, Academici libri. 2. Auflage, Artemis & Winkler, Düsseldorf/Zürich 1997, ISBN 3-7608-1657-6 (mit Übersetzung)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Goulven Madec: Hortensius. In: Richard Goulet (Hrsg.): Dictionnaire des philosophes antiques. Band Supplément. CNRS Editions, Paris 2003, ISBN 2-271-06175-X, S. 716–719

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]