Hubertus Schlenke

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Hubertus Schlenke, 2021

Hubertus Schlenke (* 25. September 1969 in Gronau (Westfalen)) ist ein deutscher Kunstsachverständiger sowie Vorstandsmitglied der Felix-Nussbaum-Foundation.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hubertus Schlenke studierte Kunstgeschichte, Philosophie und Musikwissenschaften an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau, an der Humboldt-Universität zu Berlin, an der Universität in Wien und an der Freien Universität Berlin. 1998 wurde er an der Freien Universität Berlin mit der Dissertation Vermeer mit Spinoza gesehen (Gebr. Mann Verlag Berlin) zum Dr. phil. promoviert.

Nach freier Mitarbeit in einer Düsseldorfer Galerie und einem Volontariat in einer Stiftung war Schlenke von 1998 bis 2000 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Wilhelm Lehmbruck Museum in Duisburg tätig. Seit 2001 arbeitet er als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Malerei und Plastik der Klassischen Moderne für die Industrie- und Handelskammer zu Köln.

Hubertus Schlenke

Felix-Nussbaum-Haus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schlenkes Vater, der Notar Hubert Schlenke (1932–2014), sammelte Werke des jüdischen Malers Felix Nussbaum (1904–1944) und war Träger der höchsten Auszeichnung der Stadt Osnabrück, der Justus-Möser-Medaille. Er hat den Künstler Felix Nussbaum Ende der 1970er Jahre wiederentdeckt.

Durch seine enge Zusammenarbeit mit der Stadt Osnabrück verschaffte er dem Werk Felix Nussbaums weltweite Anerkennung. Die Bilder Nussbaums werden seit 1998 im Felix-Nussbaum-Haus gezeigt, erbaut nach Entwürfen des New Yorker Architekten Daniel Libeskind. 2001 gründeten die Eheleute Hubert und Irmgard Schlenke die Nussbaum Foundation, zugleich gingen 54 Bilder Nussbaums in das Stiftungsvermögen ein. Hubertus und Irmgard Schlenke sind Vorstandsmitglieder der Stiftung.[1]

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monographien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vermeer, mit Spinoza gesehen. Gebr. Mann, Berlin 1998, ISBN 978-3-7861-2273-9. (zugleich Diss., Freie Univ. Berlin, 1997)
  • Der Triumph des Todes. Ein künstlerisches Vermächtnis aus jüdischer Perspektive. Stadt Osnabrück, Osnabrück 2017, ISBN 978-3-7356-0331-9.

Kataloge und Beiträge in Sammelwerken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit Christoph Brockhaus, Cornelia Brüninghaus-Knubel: Architektonische Skulptur im 20. Jahrhundert. Wilhelm Lehmbruck Museum, Duisburg 1999, ISBN 3-89279-550-9.
  • mit Bruce Nauman, Christoph Brockhaus, Gottlieb Leinz: Bruce Nauman: Werke aus belgischen, deutschen und niederländischen Sammlungen. Wilhelm Lehmbruck Museum, Duisburg 2000, ISBN 3-89279-559-2.
  • Emy Roeder: Skulpturen [Werke von 1927 bis 1966]. Galerie Schönewald und Beuse, Krefeld 2000.
  • Wilhelm Lehmbruck Museum. In: Prestel Museumsguide München. London/New York 2000, ISBN 3-7913-2111-0.
  • Unterwegs als Kunstsachverständiger. In: ArtInvestor, Handbuch für Kunst und Investment. Hrsg. von Lothar Pues, Edgar Quadt. Rissa, München 2002, ISBN 3-932114-74-4.
  • Die Geschichte und ihre Bilder. In: Felix Nussbaum im Spiegel seiner Zeit. Mit Werken aus der Sammlung Schlenke (zur Ausstellung in Schloss Cappenberg, 21. Oktober 2012 – 7. April 2013). Kettler, Bönen 2012, ISBN 978-3-86206-207-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Großzügige Spende für Felix Nussbaum Foundation. Stadt Osnabrück, 13. September 2019, abgerufen am 26. März 2021.