Hoseiniye

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Husainīya)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Muharram-Trauerfeier in einer Hussainia in Daressalam, Tansania

Eine Hoseiniye (arabisch حسينية Husainīya, DMG Ḥusainīya; persisch حسینیه Hosseinieh auch bezeichnet als Ashurkhana oder Imambargah) ist eine Versammlungshalle für rituelle Zeremonien der Schiiten, speziell für jene im Zusammenhang mit dem Gedenken an Muharram: der Name der Stätte leitet sich ab von Husain ibn ʿAlī, Enkelsohn des Propheten Mohammed und dritter Imam der Schia. Husain wurde vom Umayyaden-Kalif Yazid I. bei der Schlacht von Kerbela (heute im Irak) getötet. An diesem „Tag von Kerbela“, dem Aschura (der zehnte Tag des islamischen Monats Muharram), Gedenken die Schiiten den Tod Husains.

Eine Hussainia unterscheidet sich von einer Moschee dadurch, dass sie hauptsächlich für Zusammenkünfte im Muharram für die Trauerfeierlichkeiten für Husain ibn ʿAlī errichtet wurde, und in ihr nicht notwendigerweise Freitagspredigten abgehalten werden.

Ein bekanntes Beispiel für diese speziell schiitische Sonderform einer Moschee ist die Hoseiniye-Erschād in Teheran im Iran. Weitere wichtige Hussainias, die auch mit dem Namen Imambargah bezeichnet werden, sind:

  • Azakhana Wazeer-un-Nisa, in Amroha, Indien
  • Badshahi Ashurkhana, in Hyderabad, Indien
  • Bara Imambara, in Lucknow, Indien
  • Chhota Imambara, in Lucknow, Indien
  • Imambara Ghufran Ma'ab, in Lucknow, Indien
  • Imambargah Colonel Maqbool Hussain, in Rawalpindi, Pakistan
  • Imambargah Haveli Saddat, in Gujranwala, Pakistan
  • Imambargah Bait Aal e Imran, in Kotla Arab Ali Khan, Gujrat, Pakistan

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • The Iranian social history, (تاریخ اجتماعی ایران) geschrieben auf Persisch, Ausgabe 5, S. 340