Hybridrechner

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Hybridrechner WAT 1001

Als Hybridrechner werden historische Computeranlagen bezeichnet, die eine Kombination aus Elementen von Analog- und Digitalrechnern verwenden und so die Vorteile beider Technologien vereinigen. Gegen Ende der 1960er-Jahre wurden sie vermehrt entwickelt und im technisch-wissenschaftlichen Sektor eingesetzt. Die wichtigsten Bestandteile dieser Elektronik sind Analog-Digital-Umsetzer und deren Gegenstücke, Digital-Analog-Umsetzer.[1]

Dabei wird der Digitalrechner vor allem für solche Rechenaufgaben verwendet, die der Analogrechner alleine kaum abbilden kann:

  • mehrdimensionale Kennfelder
  • komplexe Logikaufgaben oder Steuerung von Abläufen
  • automatische Suche von optimalen Parametern

Einsatzbereiche:

  • Rand- und Eigenwertprobleme
  • Simulation und Optimierung von komplexen dynamischen Systemen
  • Andere mathematische Zusammenhänge, die sich numerisch (sprich digital) nur umständlich oder punktuell lösen lassen

Als letzter Hybridrechner gilt der Dornier 960.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bernd Ulmann: Analog and Hybrid Computing. (PDF; 2,9 MB) 1. Mai 2006, abgerufen am 17. September 2019 (englisch).
  2. Simulationssystem Dornier 960 - Systembeschreibung. (PDF; 2,1 MB) In: Dornier System GmbH. Abgerufen am 17. September 2019 (Digitalrechner auf Basis von intel 8080 (ab 1974)).