Hydrophor

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Kleiner tragbarer Hydrophor aus der Zeit um 1900
Hydrophor aus dem Jahr 1894, der später mit einer tragbaren Motorspritze ergänzt wurde
Hydrophor der Feuerwehr Pommern/Mosel. Standort:Rheinland-Pfälzisches Feuerwehrmuseum Hermeskeil

Ein Hydrophor war eine Pumpe, die im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert von den Feuerwehren als Feuerlöschpumpe eingesetzt wurde. Sie wurden ab etwa 1830 eingesetzt.[1]

Der Hydrophor war eine handbetriebene Kolbenpumpe, die auch einen Windkessel besaß. Der Name rührt von der Konstruktionsform einer Hydrophore. Es gab die Hydrophore in verschiedenen Baugrößen, die von kleinen tragbaren Modellen bis zu großen von Pferden gezogenen Wagen reichte. Schon bei den kleinen Pumpen waren zur Bedienung vier Mann erforderlich.

Bedeutende Hersteller waren die Firmen Wm. Knaust in Wien, Kernreuter, Rosenbauer, Czermack, oder Union.

Eine billigere Variante einer Feuerlöschpumpe, den sogenannten Schlauch-Wasserzubringer, entwickelte Ferdinand Leitenberger um 1850. Um 1870 wurde auch die noch teurere Dampfspritze erfunden. Trotzdem blieb der Hydrophor noch lange in Verwendung, wie man an dem erst 1894 in Sopron gebauten Hydrophor erkennen kann. Dieser wurde von Pferden gezogen und hatte noch eine große Schlauchhaspel angehängt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [=technikgeschichte Technikgeschichte des Feuerwehrwesens] auf der Seite des Österreichischer Bundesfeuerwehrverband abgerufen am 25. Juli 2010