IK-Stoßfestigkeitsgrad

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Der IK-Stoßfestigkeitsgrad bzw. die IK-Schutzart ist ein Maß für die Widerstandsfähigkeit von Gehäusen elektrischer Betriebsmittel gegen mechanische Beanspruchung, insbesondere Stoßbeanspruchung.

Der IK-Code ist international genormt nach IEC 62262[1] (verweist auf EN 50102).

Es gibt zehn Schutzarten, entsprechend der Schlagenergie, der das Gehäuse mindestens standhalten kann.

Schutzart Schlagenergie (Joule)
IK00 keine Stoßfestigkeit
IK01 0,15
IK02 0,20
IK03 0,35
IK04 0,50
IK05 0,70
IK06 1,0
IK07 2,0
IK08 5,0
IK09 10,0
IK10 20,0

Angewendet wird der IK-Code beispielsweise für Schalter, Steckdosen, Leuchten, Verteilergehäuse oder etwa Tastaturen.

Die Prüfung der IK-Schutzart wird mit einem Pendelhammer, alternativ bis IK07 mit einem Federhammer oder oberhalb von IK07 mit einem Freifallhammer ausgeführt.

Für einige Anwendungen gelten andere, unabhängige Anforderungen und Prüfungen für die mechanische Widerstandsfähigkeit. Beispielsweise wird die Ballwurfsicherheit von Leuchten in Sporthallen nicht nach einer IK-Schutzart, sondern gemäß DIN VDE 0710-13 bemessen, und die Prüfung wird mit einem Handball ausgeführt.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. International Electrotechnical Commission: IEC 62262 (Auszug) (PDF 227 kB), 2002