Industriedistrikt

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Als Industriedistrikt (engl.: industrial district) bezeichnet man eine spezielle Form regionaler Produktionsnetzwerke die auf einen gemeinsamen Absatzmarkt ausgerichtet sind. Der Begriff wurde Anfang des 20. Jahrhunderts vom britischen Ökonomen Alfred Marshall geprägt. Er beschreibt die intraregionale Kooperation von meist kleinen und mittleren Unternehmen einer Branche die sich unter anderem durch flexible Spezialisierung, soziokulturelle Verbundenheit und unternehmensübergreifende Arbeitsteilung auszeichnen. Dies beinhaltet auch die Organisation gemeinsamer Aus- und Fortbildungseinrichtungen. Industriedistrikte findet man häufig außerhalb des urbanen Raumes in Gebieten mit traditionellen Handwerksstrukturen. Durch die Pflege dieses traditionellen Image versucht man in einer gemeinsamen Außendarstellung eine absatzfördernde Wirkung zu erzielen.

Der Begriff Industriedistrikt ist eng verbunden mit dem des Kreativen Milieus.

Literatur[Bearbeiten]

  • Maier und Beck (2000): Allgemeine Industriegeographie
  • Kulke (2006): Wirtschaftsgeographie